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FED: Der Tanz auf dem Vulkan muss weitergehen

Lieber Investor,

So verständlich und so richtig die Argumentation an vielen Stellen ist, so gefährlich ist sie zugleich. Da wird eine Blase als Blase erkannt, ja sogar als eine gigantische, also viel zu große Blase erkannt, aber beseitigen will man sie lieber nicht, denn das könnte viel zu gefährlich sein. Sicherer und damit besser sei es, nichts zu tun und den einmal eingeschlagenen Weg unverändert fortzusetzen.

Es gibt kein Recht auf ständig steigende Aktienkurse

Das erinnert an den Autofahrer, der eigentlich von Frankfurt nach Hamburg fahren will, aber sich am Ortsrand von München immer noch nicht zur Umkehr entschließen kann, weil er ja schon so lange am Steuer sitzt und schon so weit gekommen ist. Da bis zum Einbruch der Dämmerung das ursprüngliche Ziel Hamburg nicht mehr zu erreichen ist, werden nun Salzburg und Wien als neue Fahrtziele ausgegeben.

Da wollte unser Autofahrer ursprünglich zwar nicht hin und er weiß auch nicht, was er dort soll, aber die neuen Fahrtziele haben den Vorteil, dass er die Richtung nicht zu ändern braucht und unterwegs die Aussicht auf die Alpen genießen kann. Was würden Sie zu einem solchen Fahrer sagen und würden Sie ihn als Ihren privaten Chauffeur anstellen wollen?

Vermutlich nicht und das ist auch der Grund, warum die unterschwellig erhobene Forderung nach einer ewig fortgesetzten Hausse dank weiterem Notenbankgeld so kindisch ist. Es gibt kein Recht auf ständig steigende Aktienkurse und ein einmal gemachter Fehler wird nicht dadurch besser, dass man ihn Tag für Tag wiederholt.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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