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BHP Billiton: Ist der Verkauf der Cero-Colorado-Kupfermine eine gute Idee?

Lieber Leser,

am Donnerstag legte die Aktie von BHP Billiton, die sich schon in den Tagen zuvor erholen konnte, im frühen europäischen Handel weiter zu, nachdem der australisch-britische Rohstoffkonzern tags zuvor bekannt gab, dass er sich von der Cero-Colorado-Kupfermine in Chile trennen möchte.

Betreffende Lagerstätte vergleichsweise klein

Die schlechteste Idee ist die Veräußerung der betreffenden Lagerstätte sicher nicht. Mit den 2016 insgesamt produzierten 77.000 Tonnen Kupfer ist die Mine für die Verhältnisse von BHP Billiton vergleichsweise klein und passt unter diesem Aspekt nur eingeschränkt in das Projekt-Portfolio des Bergbau-Giganten, der unter anderem mehrheitlich an der ebenfalls in Chile liegenden weltgrößten Kupfermine Escondia beteiligt ist, an der man im laufenden Jahr allerdings bisher noch keine allzu große Freude hatte.

Längere Streiks in Chile keine Seltenheit

Anfang Februar legten die Beschäftigten der Escondia-Lagerstätte, in der normalerweise jährlich rund eine Million Tonnen des roten Metalls gefördert werden, für 44 Tage die Arbeit nieder. Als Folge des Streiks musste BHP Billiton die Prognose für den Kupfer-Ausstoß 2017 bereits zweimal nach unten korrigieren. Und da längere Arbeitsniederlegungen in Chile keine Seltenheit sind, ist es zweifellos sinnvoll, sich nicht zu stark auf das südamerikanische Land zu fokussieren, auch wenn dieses über die üppigsten Kupfer-Vorkommen überhaupt verfügt. Unabhängig vom Ausgang des bereits begonnenen Verkaufsprozesses sind die Anteilsscheine von BHP Billiton für Investoren, die von höheren Preisen für die so genannten harten Rohstoffe ausgehen, eine vertretbare Geldanlage, auch wenn aus technischer Sicht gegenwärtig noch die Bären am Drücker sind und der Konkurrent Rio Tinto in vielen Bereichen etwas besser aufgestellt ist.

EinBeitrag von Marc Nitzsche.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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