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Nordex: Windturbinenhersteller hat heftigen Gegenwind!

Lieber Leser,

falls Sie noch immer irgendwelche Zweifel an einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung gehabt haben sollten: Heute wären diese mit dem veröffentlichten Bericht zum Geschäftsverlauf im ersten Jahresviertel 2017 zerstreut worden. Die Zahlen belegen eindeutig: Nordex bläst der Gegenwind ziemlich heftig ins Gesicht!

Der Umsatz kam im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum nur noch um +1,8% voran. Sie erinnern sich vermutlich: Am 11. Januar dieses Jahres hatte der Windturbinenhersteller noch stolz einen Zuwachs beim Auftragseingang von +33,6% vermeldet. Ich hatte dies schon damals in meiner Analyse als „enttäuschend“ bezeichnet, da Nordex durch die Fusion mit Acciona ja immerhin +142% an Umsatzvolumen hinzugewonnen hatte. Das lässt den Umsatzzuwachs im 1. Quartal nochmal in einem ganz anderen Licht erscheinen – und nicht gerade in einem hellen!

Nordex_170511

Noch übler hat sich indes die Gewinnseite entwickelt: Waren im Vorjahr noch 0,31 Euro Plus je Aktie erzielt worden, so stürzt das Ergebnis im 1. Jahresviertel 2017 um -77,4% auf nur noch 0,07 Euro je Anteil ab. Auch die Entwicklung des Free Cash-Flow sollte Nordex-Aktionäre beunruhigen: Zumal es ja eigentlich gar kein Cash-Flow ist, da dieser Wert negativ ist und sich im Vergleich zum Q1/2016 von -40,9 Mio. Euro auf -179,0 Mio. Euro mehr als vervierfacht hat.

Weit schlimmer ist indes, dass Vorstandschef Blanco in seinem Brief an die Aktionäre die Negativentwicklung nicht nur völlig ignoriert, sondern stattdessen von einer „erwartungsgemäßen Entwicklung“ spricht, weiterhin „gutes Potenzial“ sieht und sogar „die Ziele für 2017“ bestätigt (ohne sie noch einmal zu nennen, versteht sich)!

Immerhin geben die Aktionäre am heutigen Mittwoch eine halbwegs passende Antwort und sorgen für einen Kursrückgang von zeitweilig mehr als -8%.

Nach den heute vorgelegten Zahlen sehe ich noch weniger Grund, von meiner pessimistischen Einschätzung abzugehen, die ich erst vor 3 Tagen geäußert hatte: „Sollte das Tief bei 12,41 Euro vom 27. Februar nachhaltig unterboten werden, haben Sie die Bestätigung für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung.“

EinBeitrag von Andreas Sommer.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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