Die Bitte um Staatshilfe begründet der BA-Verwaltungsrat mit der Sorge vor einer finanziellen Schieflage. Nach aktueller Gesetzeslage muss die Agentur Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt wieder zurückzahlen. Experten rechnen damit, dass die BA wegen der steigenden Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr auf ein milliardenschweres Darlehen des Bundes angewiesen sein wird.
Eine Rückzahlung der Bundeshilfen wäre „ohne eine deutliche Beitragsanhebung beziehungsweise arbeitsmarktpolitische Leistungseinschnitte völlig illusorisch“. Auf die erfolgreichen und allgemein anerkannten Reformen der Bundesagentur dürfe die Politik nicht damit antworten, „dass sie der Arbeitslosenversicherung zumutet, milliardenschwere Sonderlasten der Finanzkrise allein zu schultern statt sie in die solidarische Finanzierung aller Steuerzahler zu überführen“. Eine Finanzierung der Krisenlasten durch die Beitragszahler schade der Beschäftigung und sei im Ergebnis auch sozialpolitisch nicht zu rechtfertigen“, heißt es in dem Schreiben an die Kanzlerin.



