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Eurofighter am Boden

Eurofighter müssen am Boden bleiben. Luftwaffe stellt wegen Sicherheitsbedenken sämtliche Flüge ein. Zur Begründung verwies ein Sprecher der Luftwaffe auf Sicherheitsbedenken beim Schleudersitz.

 

Die deutsche Luftwaffe hat sämtliche Flüge des Kampfflugzeugs Eurofighter vorübergehend eingestellt. Zur Begründung verwies ein Sprecher der Luftwaffe auf Sicherheitsbedenken beim Schleudersitz. So lange die Einzelheiten eines Eurofighter-Unfalls Ende August in Spanien nicht aufgeklärt seien, blieben die Flüge ausgesetzt, sagte er der Financial Times Deutschland (Freitagausgabe). Der Stopp gelte seit Mittwochabend.

Bei dem Unfall eines zweisitzigen Eurofighters, der kurz nach dem Start abstürzte, war vor einem knappen Monat der Co-Pilot aus Saudi-Arabien ums Leben gekommen. Der spanische Pilot hatte sich dagegen mit dem Schleudersitz retten können. Angeblich wurde auch der Schleudersitz des Copiloten aktiviert, aber der Fallschirm trennte sich vom Schleudersitz, so dass er den Sturz des Piloten nicht abfangen konnte.

Als Auslöser für den Crash vermuten Experten, dass wichtige Sensoren des Flugzeugs durch Vogelschlag zerstört wurden. Es war der insgesamt zweite Absturz eines Eurofighters. 2002 stürzte bereits ein Prototyp ab, bei dem sich die Besatzung mit dem Schleudersitz retten konnte. Mit bislang mehr als 90.000 unfallfreien Flugstunden gilt der Eurofighter trotz des Unglücks als das derzeit sicherste Kampfflugzeug weltweit.

Die Bundeswehr hat momentan 55 Eurofighter. Die Luftsicherheit über Deutschland werde vorübergehend über Phantom-Modelle sichergestellt, sagte der Sprecher der Luftwaffe. Insgesamt wurden bisher rund 230 Eurofighter vor allem an die vier Nationen Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien ausgeliefert.

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