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Stabilitätspakt (sch)adé

Systemrelevante Finanzinstitutionen stehen im Mittelpunkt. Euro unter den „Schwachwährungen“ stark. FED flutet die Märkte. Profiteure des Währungskriegs. Berichtssaison stützt Börsen. Herbstrallye bleibt intakt.



von Andreas Männicke

Der von Angela Merkel erhoffte Stabilitätspakt, wonach Defizitsünder mit Stimmentzug bestraft werden können, kam zwar  in Brüssel beim EU-Gipfel erwartungsgemäß nicht zustande, wohl aber ein modifizierter EU-Vertrag und die Bereitschaft aller Länder, den Euro durch Haushaltsdisziplin in Zukunft zu stärken und für Spekulanten weniger angreifbar zu machen.

Ein permanenter Krisenmechanismus soll nun die Zahlungsunfähigkeit von Ländern verhindern; es soll aber bei den Rettungsmaßnahmen auch die Privatwirtschaft mit ins Boot genommen werden, was auch schon vorher hätte geschehen sollen. Zudem sollen systemrelevante Finanzinstitutionen von nicht systemrelevanten getrennt werden, was schwierig sein wird. Es ist ohnehin notwendig, die Eigenkapitalbasis von Banken und Versicherungen nach Basel III und Solvenz II zu stärken. Die Allianz und Munic Re gehören wohl zu den systemrelevanten Unternehmen, die Commerzbank aber nicht?

Nach meiner Einschätzung sind alle Banken mit einer Bilanzsumme von über 1 Billion € systemrelevant. Alle sollten sich Gedanken machen, dass der Rettungsschirm von 500 Mrd € in Zukunft nicht tatsächlich den Steuerzahler belastet. Dies kann nur durch Vertrauen in die bestehenden Finanzinstitutionen und in die Zukunft der Volkswirtschaft geschehen. Ohne nachhaltiges Wachstum ist das Geldsystem nicht zu retten und ohne Wachstum wird es auch keine Stabilität geben. Wie aber schafft man die Nachhaltigkeit des Wachstums bei hochverschuldeten Industrieländern ohne Strukturreformen? Das wird selbst in China in Zukunft schwierig werden, wobei das China-Wachstum von 10% im Moment Balsam für die Weltbörsen ist. Die HRE scheint – auch unter staatlicher Aufsicht - weiterhin ein Fass ohne Boden zu sein, ebenso wie die amerikanischen Hypothekenbanken.

Nach meinen Befürchtungen wird es - wohlmöglich mit Ausnahme von Deutschland -  kaum einem Euroland gelingen, in Zukunft die  zudem etwas willkürlich festgelegten Stabilitätskriterien nach Maastricht (Haushaltsbilanzdefizit < 3% und Staatsverschuldung/BSP<60%) zu erfüllen. Italien und Griechenland sind mit über 100% viel zu hoch verschuldet und sie werden es auch bleiben. Es wurde bei dem EU-Gipfel auch nicht aufgezeigt, wie die hochverschuldeten Länder aus der Schuldenfalle herauskommen. Mit Androhung von Stimmenentzug oder auch Strafzahlungen wird nichts bewirkt. Es sollte eine vertragliche  Ausstiegmöglichkeit aus dem Euro geben, die auch leicht umsetzbar ist. Besser wäre da also schon die Androhung des Ausschlusses aus dem Euro für permanente Strafsünder.  Das wäre ein wesentlich besserer und effektiverer Krisenmechanismus als die bisherigen Worthülsen und frommen Wünsche von EU-Bürokraten, die von Wirtschaft meistens nicht viel verstehen.

Auch wird der Spagat Sparmaßnahmen durchzuführen und gleichzeitig eine Wachstumsdynamik beizubehalten bzw. herbeizuführen bestenfalls auch nur Deutschland als starke Exportnation gelingen, den meisten anderen Ländern aber nicht, zumindest nicht hinreichend, um die Schulden abzubauen. Es sei denn sie gehen jetzt alle den steinigen, aber erfolgreichen „baltischen Weg“ und das bedeutet, tatsächlich  harte Sparmaßnahmen wie 30% weniger Gehalt für Beamte und Staatsbedienstete.  So etwas wird in den Wohlstandsländern aber kaum gelingen.

Ob es einen Abwertungswettlauf der Währungen und damit auch einen Währungskrieg gibt, wird die Zukunft zeigen. In dieser Woche finden die wichtigen US-Kongresswahlen statt, wo wohl die Republikaner klar gewinnen und Obama eine Ohrfeige erteilen werden. Es bleibt aber abzuwarten, welche Steuerpolitik dann in Anbetracht der hohen Staatsschulden machbar ist. Die FED wird wohl in der nächsten Woche großvolumig (über 500 Mio. USD) an Staatsanleihen aufkaufen und damit für das Inflationspotential der Zukunft sorgen. In Antizipation der Ereignisse gab es schon eine beachtliche Herbstrallye von über 10% in den Monaten September/Oktober an den Weltbörsen. Die bisher überwiegend gute Berichtssaison in den USA, aber auch in Deutschland, unterstütze die Kurssteigerungen. Auch der schwache Dollar unterstützte die Herbstrallye an den Weltbörsen.  Oft werden nach Bekanntgabe der erwarteten Ereignisse aber erst einmal Gewinne mitgenommen.

Aktien sind insbesondere im Vergleich zum Anleihen KGV von 44 mit vielfach unter 10 immer noch relativ preiswert zu haben; Anleihen stellen hohe Kursrisiken dar. Beachten Sie zudem die Währungschancen, die in diesem Jahr bei Yen (+18%), aber auch beim Schweizer Franken, Südafrikanischem Rand, der türkischen Lira und der tschechischen Krone mehr als 7% zum Euro erbrachte. Der Renmimbi dürfte nur langsam moderat aufgewertet werden.

Selbst der Rubel war bisher sehr stabil zum Euro (+1%). Der RTS stieg seit Jahresbeginn im Hoch schon um 12% und stieg auf über 1600 Indexpunkte, wobei Konsumaktien von einem historischen Höchstkurs zum nächsten jagen, während Öl/Gasaktien weiterhin seitwärts tendieren. Am Freitag schloss der RTS bei 1587 Indexpunkten. Die erfreuliche Herbstrallye in den Monaten September/Oktober bleibt auch an den Ostbörsen intakt.  In der nächsten Woche werden die Kongresswahlen in den USA und die Höhe der Staatsanleihenaufkäufe der FED auch die Ostbörsen in den Bann ziehen. Es gibt auch fortan Outperformance-Chancen an den Ostbörsen.
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