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Erzeugerpreise explodieren

Während die Erzeugerpreise im Dezember 2010 durchschnittlich um 5,3% stiegen, explodierten einige Posten regelrecht: Getreidemehl  +35,9%, Preise für Metalle +20,2%, Kupfer und Halbzeug daraus  +35,9%, Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff + 43,8%, leichtes Heizöl + 32,9%.


Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Dezember 2010 um 5,3% höher als im Dezember 2009. Im November 2010 hatte die Jahresveränderungsrate + 4,4% betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Index im Dezember 2010 gegenüber dem Vormonat November um 0,7%.

Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate hatten im Dezember 2010 die Preissteigerungen für Energie. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war Energie um 9,2% teurer, gegenüber November 2010 um 1,5% teurer.
Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im Dezember 2010 um 3,6% höher als im Dezember 2009; gegenüber November 2010 stiegen sie um 0,5%.

Bei den Hauptenergieträgern zeigten die Preise für Mineralölerzeugnisse gegenüber dem Vorjahresmonat die höchste Veränderung. Im Dezember 2010 waren sie 17,4% höher als ein Jahr zuvor (Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff + 43,8%, leichtes Heizöl + 32,9%, Dieselkraftstoff + 17,5%, Motorenbenzin + 11,6%). Im Vormonatsvergleich stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse um 4,2% (Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff + 19,5%, leichtes Heizöl + 3,8%, Dieselkraftstoff + 3,7%, Motorenbenzin + 4,0%).
Erdgas kostete 15,3% mehr als im Dezember 2009, gegenüber November 2010 stiegen die Preise um 0,2%. Für Ortsgasversorgungsunternehmen war Erdgas 23,8% teurer als im Dezember 2009 (- 0,3% gegenüber November 2010), Haushalte mussten 2,5% mehr zahlen (+ 0,2% gegenüber November 2010).
Die Preise für elektrischen Strom lagen über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet 3,3% höher als im letzten Jahr (+ 1,2% gegenüber November 2010).

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im Vergleich zum Dezember 2009 um 6,7% teurer (+ 0,5% gegenüber November 2010). Zu der hohen Veränderungsrate trugen vor allem die Preise für Metalle bei. Sie lagen um 20,2% höher als im Dezember 2009 (+ 2,1% gegenüber November 2010). Für mehr als im Dezember 2009 bezahlt werden (+ 6,2% gegenüber November 2010). Walzstahl war um 26,7% teurer als im Vorjahresmonat (+ 1,9% gegenüber November 2010).

Getreidemehl kostete 35,9% mehr als im Dezember 2009 (+ 0,8% gegenüber November 2010). Futtermittel für Nutztiere verteuerte sich gegenüber Dezember 2009 um 33,1% (+ 2,5% gegenüber November 2010). Die Preise für Garne aus Baumwolle lagen 72,0% über denen des Vorjahresmonats (+ 6,4% gegenüber November 2010), hier spiegeln sich die sehr stark gestiegenen Importpreise wider. Dagegen war Zeitungsdruckpapier um 18,2% billiger als im Dezember 2009 (+ 0,6% gegenüber November 2010).

Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im Dezember 2010 um 2,6% über denen von Dezember 2009, gegenüber November 2010 stiegen sie um 0,6%. Nahrungsmittel kosteten 5,0% mehr als im Vorjahresmonat (+ 1,0% gegenüber November 2010). Besonders hoch war die Jahresteuerungsrate mit 25,8% für Frucht- und Gemüsesäfte (+ 2,6% gegenüber November 2010).

Gebrauchsgüter (+ 0,6%) und Investitionsgüter (+ 0,7%) zeigten im Dezember 2010 eine moderate Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat.

Veränderungen im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber 2009: Im Jahresdurchschnitt 2010 lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 1,6% über dem des Vorjahres.
Die Preise für Vorleistungsgüter stiegen im Jahresdurchschnitt 2010 um 3,9%. Dies erklärt allein mehr als zwei Drittel der gesamten durchschnittlichen Jahresveränderungsrate. Hier wirkten sich die Preissteigerungen für Metalle mit 12,6% am stärksten aus.

 

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