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DAX bricht Aufwärtstrend

Damit ist dieser Aufwärtstrend erst einmal hinfällig und es hat sich ein erstes bearishes Warnsignal ausgebildet.

 

von Jochen Steffens

Gestern hat der DAX dann auch noch den Aufwärtstrend nach unten gebrochen:

Es kam dabei zu einer großen Kurslücke nach unten (Gap down), der zunächst die Relevanz dieses schwarz gestrichelten Aufwärtstrends bestätigt, aber natürlich auch die Relevanz des Bruchs untermauert. Damit ist dieser Aufwärtstrend erst einmal hinfällig und es hat sich ein erstes bearishes Warnsignal ausgebildet. Im Moment kämpft der DAX mit der oberen Begrenzung des alten Aufwärtstrends (grün), der meines Erachtens allerdings nach dem langen Kampf zum Jahreswechsel keine größere Relevanz mehr hat.

Natürlich kann dieses  Gap Down auch eine Art Ausverkauf darstellen – zumal sich ein Doji, also eine kreuzähnliche Kerze, ausgebildet hat. Diese weist oft auf eine Umkehr hin. Um diese Umkehr zu bestätigen, müsste es morgen allerdings zumindest zu Kursen kommen, die das heutige Tageshoch überwinden.

Ein mögliches Island-Reversal

Noch deutlicher wäre ein Gap Up, denn dann entstünde ein inverses Island-Reversal, das wiederum sehr bullish wäre. Das Kursziel dieser Umkehrformation liegt beim alten Hoch im DAX. Aber das alles sind zurzeit noch Spekulationen.

Chancen auf der Longseite

Im Moment sehen wir kurzfristig eine dynamische Abwärtsbewegung, und die Frage ist, wie man sich verhält.

Da wir uns trotz allem mittel- und langfristig noch in einem starken Aufwärtstrend befinden, muss man eher Einstiegspunkte für Aktien finden. Natürlich kann das schief gehen, nämlich dann, wenn das Störfeuer von geopolitischer Seite nicht nachlässt oder andere Belastungsfaktoren hinzu kommen. Aber genauso kann die Short-Seite schief gehen. Das Chance-Risiko-Verhältnis ist bei einer Analyse der Gesamtsituation trotz der ersten bearishen Signale noch höher, wenn Sie in Richtung des großen Trends traden.

Wir kennen schließlich die Börse: So hysterisch sie zunächst auf Ereignisse reagiert, so schnell kann sie sich auch an solche „gewöhnen“. Nur ist in solchen, von externen Einflüssen geprägten, Phasen wie aktuell schwer abzuschätzen, wann sie wie reagiert. Hier müssen wir nun von Tag zu Tag beobachten und analysieren. Längerfristige Prognosen machen keinen Sinn, da man die externen Einflussfaktoren in seine Prognosen einbeziehen müsste. Doch wer kann schon in den Kopf von Gaddafi sehen.

www.stockstreet.de

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