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Inflation killt Aufschwung - Öl 150?

Die steigenden Preise für Öl und Nahrungsmittel drohen, den erwarteten Konsumaufschwung abzuwürgen. Studie: Inflation gefährdet bis zu 30 Milliarden Euro Kaufkraft. Ölpreis 150 Dollar bedeutet Mehrausgaben von 500 Euro pro Haushalt allein für Energie.

 

Die steigenden Preise für Öl und Nahrungsmittel drohen, den erwarteten Konsumaufschwung abzuwürgen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Großbank Unicredit, die der Tageszeitung „Die Welt“ (Donnersstagausgabe) vorliegt. Am Mittwoch kostete ein Fass Rohöl der Sorte Brent 115 Euro; die Autoren der Studie rechnen damit, dass der Ölpreis sich in diesem Jahr bei 110 Dollar pro Fass stabilisiert. Dann müsste jeder Haushalt im Schnitt mehr als 200 Euro pro Jahr zusätzlich für Heizung und Benzin ausgeben – das entspricht einem halben Prozent des verfügbaren Einkommens.

Zusätzlich belasten auch die steigenden Preise für Nahrungsmittel die Verbraucher. Die Volkswirte der Unicredit erwarten, dass Lebensmittel in diesem Jahr um vier Prozent teurer werden. Das bedeutet, dass die Verbraucher 5,6 Mrd. Euro zusätzlich für Lebensmittel ausgeben müssen, schreiben die Autoren der Studie, die der „Welt“ vorliegt.  Insgesamt, so haben die Ökonomen berechnet, reduzieren die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel die Kaufkraft der Bundesbürger um mehr als 13 Mrd. Euro – oder 0,8 Prozent der verfügbaren Einkommen.

Sehr viel größere Sorgen macht den Ökonomen, dass der Ölpreis weiter nach oben springen könnte. Bei einer Rückkehr des Ölpreises auf die Vorkrisen-Höchstmarke von 150 Dollar pro Fass müssten die Haushalte im Schnitt 500 Euro zusätzlich pro Jahr für Energie ausgeben. Die Kaufkraft der Bürger würde in diesem Fall wegen der höheren Preise für Öl und Nahrungsmittel um mehr als 20 Mrd. Euro sinken. Rechnen die Volkswirte auch noch die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln hinzu, ist der Effekt weit höher: „Bei einem Ölpreis von 150 Dollar pro Fass würde die Kaufkraft um bis zu zwei Prozent des verfügbaren Einkommens belastet“, sagt Alexander Koch in der „Welt“. Das wären mehr als 30 Mrd. Euro.

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