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Portugal Junk

Portugal-Anleihen sind wertlos. Das hat die Rating-Agentur Moody's festgestellt. Der Schritt kam nicht überraschend. Der nächste Kandidat ist Irland. Und dann die USA? US-Finanzminister Geithner denkt angeblich schon über einen Rücktritt nach.

 

Nach Griechenland bekommt jetzt auch Portugal ins Endstadium der Schuldenkrise. Dass die Kredite an Portugal wertlos sind, war zwar schon vorher klar - nur hat jetzt die Rating-Agentur Moody's dem Land das "Gütesiegel" aufgedrückt: Junk - auf deutsch: Müll oder Ramsch - je nachdem wie man es will.

Damit folgt Portugal dem Schicksal Griechenlands. Das Geld ist verloren. Das langfristige Rating wurde von Moody’s auf Ba2 gesenkt. Damit liegt man jetzt bereits zwei Stufen unter der Schwelle wo der Investmentgrade beginnt. Das könnte nur der Anfang einer ganzen Kaskade von Herabstufungen in Europa sein. Irland ist der nächste Kandidat. Allerdings braut sich auch jenseits des Atlantiks etwas zusammen. Wann werden die Rating-Agenturen US-Bonds auf Ramsch-Status setzen? Große Investoren wie PIMCO haben schon längst alle US-Bonds abgestoßen. Ein Downgrade wäre also überfällig.

Der Druck auf  USA wächst - in mehrfacher Hinsicht. Nach dem Internationalen Währungsfonds drängen nun auch die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's die Vereinigten Staaten dazu, eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden und ihren Schuldenstreit zügig beizulegen. S&P droht den USA andernfalls mit einer radikalen Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit:

Sollten die USA am 4. August fällig werdende Staatsanleihen über 30 Mrd. Dollar nicht zurückzahlen können, würden diese unmittelbar auf "D" heruntergestuft, sagte S&P-Geschäftsführer John Chambers. "D" steht für "Default" - Zahlungsausfall und ist die unterste Stufe der Skala. S&P hatte die USA bereits im April vor einem Entzug ihrer bisherigen Bonitäts-Höchstnote "AAA" gewarnt und den Ausblick auf "negativ" gesenkt.

Aufgrund der US-Schuldenfalle erwägt US-Finanzminister Timothy Geithner einem Medienbericht zufolge seinen Rückzug. Geithner habe dem Präsidialamt signalisiert, dass er sein Amt abgeben könnte, sobald der Streit um eine Erhöhung der US-Schuldengrenze beigelegt sei, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg letzte Woche. Eine der drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen habe erklärt, dass Geithner noch keine endgültige Entscheidung getroffen habe und diese auch erst nach Beendigung des Schuldenstreits fällen werde.

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