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Schäffler: staatliches Zwangsgeld ist Falschmünzerei

Im heutigen System des staatlichen Papiergeldmonopols, das Schäffler staatliches Zwangsgeld nennt, könne die Zentralbank das Geld- und Kreditangebot beliebig ausweiten, was eine Form der Falschmünzerei sei, die noch weit über die Falschmünzerei im 14. Jahrhundert hinausgehe, das als das Jahrhundert der Falschmünzer-Könige bekannt geworden sei. - Schäffler: Wir stehen erst am Anfang der Krise. - Abschaffung des staatlichen Geldmonopols notwendig.

 

Der FDP-Politiker und Finanzexperte Frank Schäffler hat in einem Vortrag am 6. Juni 2011 im Berner Hotel Bellevue Palace die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols gefordert. Vor über 150 geladenen Gästen führte Schäffler aus, dass die jüngste Weltfinanzkrise und die Überschuldungskrise von Staaten und Banken maßgeblich auf die Politik der Zentralbanken zurückzuführen sei. Deren falsche Geldpolitik fördere die Entstehung von Scheinwohlstand und Investitionsblasen. Denn im heutigen System des staatlichen Papiergeldmonopols, das Schäffler staatliches Zwangsgeld nennt, könne die Zentralbank das Geld- und Kreditangebot beliebig ausweiten, was Schäffler als eine Form der Falschmünzerei bezeichnet, die noch weit über die Falschmünzerei im 14. Jahrhundert hinausgehe, das als das Jahrhundert der Falschmünzer-Könige bekannt geworden sei.

Die Alternative zum staatlichen Geldmonopol und dem staatlichen Zwangspapiergeld besteht für Frank Schäffler in einer marktwirtschaftlichen Geldordnung und der Zulassung von konkurrierenden Privatwährungen oder freiem Marktgeld, was bedeutet, dass das staatliche Geldmonopol fallen müsse. Bei Gewährung von vollständiger Produzenten- und Konsumentenfreiheit im Finanzsektor werde es den einzelnen Menschen ermöglicht, in dezentralen Entdeckungsverfahren, die sich parallel zu den staatlichen Währungen entwickeln und aus denen Schritt für Schritt für die staatlichen Währungen Konkurrenz erwächst, zu lernen, welche Geldart je nach individueller Situation und Bedürfnis und individueller Transaktionskostenlage jeweils für sie sinnvoll ist.

Da niemand freiwillig schlechtes Geld hält, werde der sich entwickelnde Währungswettbewerb die privaten, aber auch die staatlichen Geldproduzenten dazu anhalten, besseres Geld zu produzieren. Die individuelle Nachfrage nach gutem Geld würde bei einem allumfassenden Währungswettbewerb und der Möglichkeit für alle Menschen, die Produzenten von schlechtem Geld durch Abwanderung zu bestrafen, auch dazu führen, daß sich evolutionär eine neue Geldordnung entwickelt, in der die Möglichkeiten zur Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts aufgrund von Wettbewerb beschränkt sind und dadurch die Wahrscheinlichkeit von gefährlichen Investitionsblasen und Scheinwohlstand sinkt.

Die wichtigste liberale Aufgabe in der heutigen Zeit besteht gemäss Frank Schäffler deshalb darin, die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols zu fordern und sich für die Schaffung einer marktwirtschaftlichen Geldordnung einzusetzen.


Zusammenfassung der Veranstatlung in Bern: Das Zentralbanken-Monopol muss fallen



Frank Schäffler: Wir stehen am Anfang der Krise - Staat muss Geldmonopol aufgeben.



Norbert F. Tofall: Warum haben die Experten die Finanzkrise nicht vorausgesehen?



Frank Schäffler: Staatliches Zwangsgeld contra Freies Marktgeld

 

Frank Schäffler: Zukunftsszenarien für den Euro

Regelverschärfung, faschistoide Tendenzen in Europa möglich.  - Das Modell "Schweiz" könnte Beispiel für Europa sein. Dezentral und menschennah. -Griechenland: Mißtrauen angebracht. Hilfen helfen nicht. Vergleich zu den neuen Bundesländern: trotz erheblicher Subventionen immer noch Schlusslicht. - Austritt der Südschiene aus der Währungsunion ist kein Verlust, sondern gibt den Ländern neuen Spielraum.



Frank Schäffler: Freies Marktgeld



Frank Schäffler: Lösungswege aus der Krise



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