Die nicht enden wollenden Querelen um die Eurokrise führen offenbar langsam zum gewünschten Ergebnis. In den Massenmedien macht sich langsam die Meinung breit, dass es ohne Transferunion nicht geht. Damit wird die Bevölkerung auf das "Unvermeidliche" eingestimmt.
Die Berliner Zeitung schreibt am 13.7.2011 zur Euro-Krise:
An der Vergemeinschaftung von Finanzen und Schulden führt für Europa kein Weg vorbei. Es mag sein, dass die Europäische Währungsunion sich durch die aktuelle Krise irgendwie hindurchlaviert. Verzichtet sie aber dauerhaft auf finanzielle Ausgleichsmechanismen zwischen den Euro-Staaten sowie auf eine gemeinsame Schuldenhaftung, beharrt sie also auf der Trennung ihrer Einzelteile, so sichert sie damit nicht die Stabilität, sondern nur die nächste Krise.
„Die Welt“: Ehemaliger italienischer Ministerpräsident Prodi wirft Europa Versagen bei Bewältigung der Schuldenkrise vor
Der frühere italienische Ministerpräsident Romano Prodi wirft der Europäischen Union schweres Versagen bei der Bewältigung der Schuldenkrise vor. „Die einzige konsequente Strategie Europas in den vergangenen 15, 16 Monaten war es, Entscheidungen zu verschieben. Kleine Probleme sind zu großen Problemen geworden“, sagte er im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Donnerstagausgabe).
Prodi verlangt klare Entscheidung in der die europäische Staatengemeinschaft klarstellt: „Wir sind nicht die Boxsäcke die nur einstecken, wir haben eine eigene Politik.“ Er ruft insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, eine führende Rolle bei der Bewältigung der Schuldenkrise zu übernehmen. „Wir brauchen Deutschland. Ein Deutschland das seiner Verantwortung nachkommt und eine Führungsrolle übernimmt“, sagte Prodi.
Anmerkung der Redaktion: Im Klartext heisst das, Deutschland soll endlich zahlen.