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Weltrezession und starke Inflation

US-Bank Morgan Stanley rechnet mit Weltrezession und starker Inflation. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Weltwirtschaft in die Rezession rutscht, liegt bei rund 50 Prozent. Die Konjunktur in den Industrieländern lahmt, in den Schwellenländern ebbt der Boom ab. Das macht die Weltwirtschaft anfällig für Schocks.“

 

Die US-Bank Morgan Stanley stuft die Wahrscheinlichkeit, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession abrutscht, mit 50 Prozent ausgesprochen hoch ein. Der Chef-Ökonom der Bank, Joachim Fels, sagte der WirtschaftsWoche: „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Weltwirtschaft in die Rezession rutscht, liegt bei rund 50 Prozent. Die Konjunktur in den Industrieländern lahmt, in den Schwellenländern ebbt der Boom ab. Das macht die Weltwirtschaft anfällig für Schocks.“ Die USA seien inzwischen eine Belastung für die Weltwirtschaft. „In Amerika halten sich die hoch verschuldeten Konsumenten zurück. Die USA sind nicht mehr die Lokomotive, sondern eher der Schlafwagen der Weltwirtschaft“, sagt Fels.

Morgan Stanley rechnet damit, dass die Industriestaaten mangels Wachstum ihre Schulden über eine stark steigende Inflation abbauen werden. Die USA hätten dies schon nach dem Zweiten Weltkrieg so getan. Damals habe die US-Notenbank Fed hohe Inflationsraten erzeugt, die in der Spitze bei 20 Prozent und im Schnitt der ersten Nachkriegsjahre bei sieben bis acht Prozent gelegen hätten. „Eine ähnliche Entwicklung dürften wir in den nächsten Jahren wieder sehen“, urteilt Fels.

Auch in den Schwellenländern werde die Inflation weiter anziehen. „Viele Schwellenländer haben ihre Währungen an den Dollar gebunden und vollziehen die expansive Geldpolitik der Fed nach. Das treibt auch bei ihnen die Inflation in die Höhe, die sie anschließend in die Industrieländer exportieren. Die ¬expansive Geldpolitik der USA lässt so die Inflation weltweit in die Höhe schießen.“

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