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IWF-Berater gibt Europa nur noch 14 Tage

Ein krasser Fall von Zensur? "IWF-Berater gibt Europa nur noch 14 Tage" - das titelte "Welt online" gestern Nachmittag. Doch die Schlagzeile wurde schnell korrigiert. Die neue Version lautet nun: "IWF-Berater dringt auf rasche Bankenrettung". Wie kam es zu dieser wundersamen Schlagzeilenänderung? - Dem gesamten europäischen Bankensystem droht die Kernschmelze.

 

Wundersame Schlagzeilen-Änderung bei "Welt-Online":

vorher                                                      nachher

 

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Wer gestern "Welt online" las, der staunte nicht schlecht: "IWF-Berater gibt Europa nur noch 14 Tage" stand da auf der Startseite. Doch diese Schlagzeile währte nur einige Stunden. Schon am Abend wurde sie entschärt: "IWF-Berater dringt auf rasche Bankenrettung" - ist von nun ab zu lesen.

Aufmerksame "Welt" - Leser rieben sich die Augen. Stand da vorher nicht was anderes? Und wie kam es zu der "Entschärfung"? Hat das Finanzministerium in der Redaktion angerufen? Oder wurde die Bundesbank gar vorstellig. Fakt ist, die Schlagzeile wurde weggenommen.

Als Beweis hier die ehemalige URL, unter der nun der neue Titel zu lesen ist:

http://www.welt.de/politik/ausland/article13647229/IWF-Berater-gibt-Europa-nur-noch-14-Tage.html

Hier der Originalartikel im Google-Cache

Zitat "Welt Online": "Der Berater des Internationalen Währungsfonds, Robert Shapiro, gab BBC-Journalisten darauf jetzt eine mehr als erschreckende Antwort. „Wenn sie (die Politiker) nicht in der Lage sind, die Finanzkrise auf eine glaubwürdige Art anzugehen, dann werden wir, so denke ich, vielleicht innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Zusammenbruch bei den Staatsschulden haben, was im gesamten europäischen Bankensystem zu einer Kernschmelze führen wird.

Wir sprechen hier nicht nur von einer relativ kleinen belgischen Bank, wir sprechen von den größten Banken der Welt, den größten Banken in Deutschland, den größten Banken in Frankreich. Das wird auf Großbritannien überspringen, es wird überallhin springen, weil das weltweite Finanzsystem so stark miteinander vernetzt ist.“

Die Politik braucht einen überzeugenden Plan, sagt Shapiro und drückt damit indirekt das aus, was die meisten befürchten. Dass nämlich die Politik in Wahrheit keinen Plan hat, wie sie diese Krise in den Griff bekommen soll."


Originalinterview mit Robert Shapiro, in dem er seine Prognosen erläutert:

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