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Sinn: Eurokrise eskaliert 2012

Ifo-Präsident Sinn: Eurokrise geht 2012 weiter. „Ich sage voraus: Die Retterei wird sich fortsetzen und am Ende in eine Transferunion münden.“ Auch die wirtschaftlichen Aussichten seien trübe, der Eurozone stehe 2012 eine Rezession bevor.


Der Präsident des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, rechnet 2012 mit einer weiteren Eskalation der Eurokrise. „Die Krise der Währungsunion geht weiter“, schreibt Sinn in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. „Ich sage voraus: Die Retterei wird sich fortsetzen und am Ende in eine Transferunion münden.“ Auch die wirtschaftlichen Aussichten seien trübe, der Eurozone stehe 2012 eine Rezession bevor. Sinn: „Viele Länder setzen Sparprogramme um, die das verloren gegangene Vertrauen der Investoren wiederherstellen sollen. Das ist die richtige Therapie. Doch wie häufig bei guter Medizin gibt es auch hier Nebenwirkungen – die Sparprogramme führen zu einer weiteren Abschwächung der Konjunktur in diesen Ländern.“

Deshalb werde die Arbeitslosigkeit in Teilen Europas weiter zunehmen. Das werde sich auch auf Deutschland auswirken. „Auf all jene Länder, die sich in der Vergangenheit kräftig im Ausland verschuldeten, kommen 2012 noch schwierigere Zeiten zu. Das beeinträchtigt den deutschen Export; erste Anzeichen dafür gab es schon im vergangenen Jahr.“

Dennoch werde Deutschland die Krise gut überstehen, weil es sich auf eine starke Binnennachfrage stützen kann. „Die heimische Nachfrage nach Investitionsgütern und zunehmend auch nach Konsumgütern bleibt relativ robust. Unter dem Strich könnten wir dank der Binnennachfrage von Unternehmen und Verbrauchern ungeschoren durch die Krise kommen“, schreibt Sinn in der WirtschaftsWoche.
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