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GR bleibt im Euro

Merkel (CDU) und der neue französische Präsident François Hollande haben nach ihrem ersten gemeinsamen Treffen betont, Griechenland im Euro halten zu wollen. "Ich möchte, dass Griechenland in der EU und im Euro bleibt". Resultat: Euro unter 1,27.

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der neue französische Präsident François Hollande haben nach ihrem ersten gemeinsamen Treffen betont, Griechenland im Euro halten zu wollen. "Ich möchte, dass Griechenland in der EU und im Euro bleibt", sagte Merkel auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Hollande am Dienstagabend. "Ich hoffe, dass die Griechen ihrem Wunsch, im Euro zu bleiben, Ausdruck verleihen werden", erklärte der französische Staatspräsident mit Blick auf die anstehenden Neuwahlen in dem südeuropäischen Land.

Auch sollte Griechenland wissen, dass Europa bereit sei, Schritte zur Unterstützung der griechischen Wirtschaft zu unternehmen, so der französische Präsident weiter. Hollande betonte überdies, dass er "zum Wohle Europas" mit Deutschland zusammenarbeiten wolle und sein Besuch in Berlin dazu diene, "die Bedeutung der französisch-deutschen Beziehungen zu unterstreichen".

Der französische Präsident bezeichnete die Beziehungen beider Länder zueinander außerdem als "respektvoll und ausgeglichen". Merkel erklärte ihrerseits, dass beide Länder für den EU-Gipfel Ende Juni gemeinsame Vorschläge für eine Wachstumsstrategie in Europa vorlegen wollen. "Der Präsident und ich wissen, welche Verantwortung wir für Europa haben", betonte die Kanzlerin.

Das Treffen zwischen Merkel und Hollande war mit Spannung erwartet worden, nachdem der französische Präsident in der jüngeren Vergangenheit stets betont hatte, den von Merkel forcierten Fiskalpakt um einen Wachstumspakt ergänzen zu wollen.

Die Wirren in Athen schickten die Finanzmärkte auf Talfahrt. Spekulationen über einen Austritts Griechenlands aus dem Euro verbreiteten sich an den Devisenmärkten, was den Euro unter 1,27 drückte. Besonders schwach waren europäische Banktitel. Im DAX ist die Commerzbank wieder unter den Hauptverlierern.

Die Banken leiden unter Austrittsphantasien Griechenlands, was zu schweren Belastungen im Bondportfolio führen könnte. Ausserdem will die europäische Bankenaufsicht ab 2013 höhere Eigenkapitalforderungen für Finanzinstitute durchsetzen. Das könnte in dem Bereich Kapitalerhöhungen erforderlich machen, welche aber derzeit nur schwer durchzusetzen sind.

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