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Sarrazin: Europa braucht den Euro nicht

Sarrazin in seinem neuen Buch „Europa braucht den Euro nicht“: Alle Euro-Länder sollten jederzeit frei sein, zur nationalen Währung zurückzukehren. Durch vergebliche Rettungsmaßnahmen entstand „Eindruck der deutschen Erpressbarkeit“. Eurobonds als „Buße für Holocaust und Weltkrieg“.

 

In seinem neuen Buch „Europa braucht den Euro nicht“ fordert Thilo Sarrazin, dass Länder, die dauerhaft gegen den Stabilitätspakt verstoßen, den Euro verlassen. Das Nachrichtenmagazin FOCUS druckt vorab Auszüge aus dem Buch. Darin heißt es: „Wenn ein Land unter der Disziplin der gemeinsamen Währung nicht leben kann oder will, so soll es jederzeit frei sein, zu seiner nationalen Währung zurückzukehren.“

Nach Ansicht des Ex-Bundesbankers ist durch die zahllosen vergeblichen Rettungsmaßnahmen längst „nach außen der Eindruck der deutschen Erpressbarkeit“ entstanden. Wenn die Währungsunion funktionieren solle, erfordere dies, dass sich alle Mitglieder „mehr oder weniger so verhalten, wie es deutschen Standards entspricht“.

Sarrazin attackiert laut FOCUS SPD, Grüne und Linkspartei wegen ihrer Forderung nach gemeinsamen europäischen Staatsanleihen („Eurobonds“): Die Befürworter seien „getrieben von jenem sehr deutschen Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben“.

Sarrazin hält Griechenland für einen hoffnungslosen Fall. Das Land werde „für den Euroraum das werden, was der Mezzogiorno seit 150 Jahren für Italien ist: ein ewiges Zuschussgebiet ohne Perspektive und ohne innere Kraft zur eigenen Regeneration“.

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