AfD: Nein zu Afghanistan-Flüchtlingen

AfD-Co-Chef und Spitzenkandidat Tino Chrupalla will keine Afghanistan-Flüchtlinge mehr nach Deutschland lassen. Es dürften nur "einige Hundert" Ortskräfte aufgenommen werden.

 

AfD-Co-Chef und Spitzenkandidat Tino Chrupalla will keine Afghanistan-Flüchtlinge mehr nach Deutschland lassen. Es dürften nur "einige Hundert" Ortskräfte aufgenommen werden, die den staatlichen Organen der Bundesrepublik Deutschland geholfen hätten, sagte Chrupalla im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Wir lehnen es strikt ab, Zivilisten auszufliegen. Die Menschen müssen vor Ort und in den Nachbarländern unterstützt werden, dürfen aber nicht nach Deutschland kommen, das würde nur eine neue Sogwirkung erzeugen", erklärte der AfD-Chef. "Das würde der inneren Sicherheit genauso schaden wie der europäischen Solidarität."

Einen Anspruch auf individuelle Asylprüfung sieht Chrupalla für Flüchtlinge aus dem Taliban-Staat nicht: "Wer es bis nach Deutschland geschafft hat, ist durch sichere Drittstaaten gekommen, hat somit gegen mehrere europäische Gesetze verstoßen und muss ohne Prüfung abgeschoben werden", sagte er der NOZ. Ungeachtet der Lage in ihrem Land müssten auch rund 30.000 in Deutschland lebende Afghanen ohne Bleiberecht "konsequent abgeschoben werden", forderte Chrupalla.

Als Lehren aus den dramatischen Entwicklungen forderte der AfD-Spitzenkandidat: "Die Bundeswehr soll sich dem Grenzschutz, der inneren Sicherheit und der Landesverteidigung widmen und sich nie wieder in unkalkulierbare und verheerende Auslandsabenteuer stürzen."

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