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Droht ein zweites Tschernobyl und beendet genau das den Krieg?

Die Nacht vom 19. auf den 20. November 2025 veränderte die Lage in der Ukraine. Russische Raketen trafen gezielt die Umspannwerke von drei Atomkraftwerken.

Von Meinrad Müller

In Chmelnyzkyj, Riwne und Südukraine mussten vier Reaktoren sofort die Leistung senken, weil die externe Stromversorgung ausfiel. War es ein Schuss vor den Bug? Vor die AKWs?

Ein Reaktor speist seinen erzeugten Strom komplett ins Netz ein. Für die eigenen Kühlpumpen und Sicherheitssysteme braucht er aber eine konstante externe Stromzufuhr. Wenn diese ausfällt, übernimmt zwar ein Dieselaggregat. Doch dieser Diesel reicht aber nur begrenzt. Wenn er verbraucht ist, beginnt die Temperatur in der Brennkammer zu steigen. Und dann Gnade uns Gott. Dann beten vermutlich auch die Atheisten.

Erinnerungen an alte Ängste

1986 Tschernobyl ist vielen noch im Gedächtnis. Man dachte an Auswanderung, bloß weg von hier. Die Strahlung kam damals mit den Wind bis nach Deutschland. Milch, Gemüse und Pilze waren jahrelang belastet. Viele vertrauten der Nahrung nicht mehr. Ein erneuter Zwischenfall hätte ähnliche Folgen. Diesmal jedoch in einem Winter mit ohnehin knappen Energiereserven. Die Folgen wären sofort spürbar. Angst und Verunsicherung würden den Alltag bestimmen, mehr als ohnehin schon.

Deutschland pumpt Benzin in dieses Feuer

Europa kann diese Entwicklung nicht mehr beeinflussen. Die Entscheidungen fallen in Moskau, Washington und Peking. Europa reagiert nur noch auf das, was geschieht. Die Angriffe auf die Stromversorgung der Reaktoren zeigen diese Machtlosigkeit deutlich.

Deutsche Leopard gegen Atomstrahlung?

Um den Krieg in unsere Städte zu tragen, braucht es keine Raketen über tausende Kilometer. Eine radioaktive Wolke würde ausreichen. Gegen eine solche Wolke hat kein Militär eine Waffe. Sie breitet sich aus, sie trifft alle, sie macht keinen Unterschied. Genau deshalb ist die Lage heute so gefährlich.

Die kommenden Wochen zeigen, ob Verantwortliche die Gefahr erkennen oder ob der Konflikt weiterläuft, bis etwas geschieht, was niemand mehr stoppen kann. Deutsche Politik sollte nicht an der Zündschnur spielen. Diejenigen, die wir in die Haftung nehmen könnten, was nichts nützte, wäre längst in Argentinien. Wieder einmal?

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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