Kinderehen: Mädchen auf Facebook versteigert

 

 

Mädchenhandel bei Facebook: Wie die Kinderrechtsorganisation "Plan International" mitteilt, nahmen fünf Männer – darunter hochrangige südsudanesische Regierungsbeamte – an einer Mädchen-Auktion teil. Der Vater habe am Ende 500 Kühe, drei Autos und 10 000 US-Dollar für seine Tochter erhalten.

Kinderrechtsaktivisten befürchten nun, dass die barbarische Online-Versteigerung andere Familien zu ähnlichen Aktionen inspirieren könnte. Da die Auktion nicht nur jede Menge Aufmerksamkeit erregte, sondern auch enorm lukrativ für die Familie war, fürchtet die Menschenrechtsorganisation nun Nachahmer.

Einem Bericht auf Vice zufolge benötigte Facebook mehr als zwei Wochen, um die Auktion zu löschen, die am 25. Oktober gestartet war. Die Plattform gab an, erst am 9. November über den Verkauf informiert worden zu sein und löschte die Auktion in der Folge innerhalb von 24 Stunden. Weshalb für eine solche Entscheidung 24 Stunden benötigt werden, ist nicht überliefert.

Für das Opfer kam die Löschung jedoch zu spät. Das Mädchen wurde schon Tage zuvor zwangsverheiratet.

Laut Plan International war dies die erste dokumentierte Versteigerung einer Kindsbraut auf Facebook.

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