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GR: noch schlimmer

Die Lücke im griechischen Staatshaushalt ist größer als bislang erwartet. Samaras soll bereits mehrfach angefragt haben, ob die öffentlichen Gläubiger bereit wären, auf die Rückzahlung von Schulden zu verzichten.

 

Die Lücke im griechischen Staatshaushalt ist größer als bislang erwartet. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds fehlen der Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras derzeit rund 20 Milliarden Euro – mithin fast doppelt so viel wie zuletzt eingestanden, schreibt der "SPIEGEL" in seiner neuen Ausgabe. Nur wenn die Finanzierungslücke geschlossen wird, kann die nächste EU-Tranche nach Athen überwiesen werden. Samaras soll bereits mehrfach angefragt haben, ob die öffentlichen Gläubiger bereit wären, auf die Rückzahlung von Schulden zu verzichten.

Zudem hofft er, zwei Jahre mehr Zeit für die Erfüllung seiner Sparziele zu bekommen. Dann würden wohl weitere 20 Milliarden Euro an Hilfe fällig. Wann abgestimmt wird, ob Griechenland überhaupt neues Geld bekommt, darüber ist zwischen der deutschen Regierung und der EU-Kommission ein Streit entbrannt. Die Brüsseler Kommissare wollen diese Frage beim Europäischen Rat Mitte Oktober beantworten. Berlin glaubt, dass belastbare Zahlen frühestens im November vorliegen könnten.

Ohnehin plädierte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorvergangene Woche beim Treffen mit seinen Amtskollegen auf Zypern dafür, die Entscheidungen für Transferleistungen an notleidende Euro-Staaten im Paket durchs Parlament zu bringen – wenn möglicherweise auch über Hilfen für Spanien, Zypern und Slowenien abgestimmt werden muss. Bei seinen Gesprächen mit den Ministerkollegen wandte sich Schäuble dagegen, dass Spanien schon bald unter den europäischen Rettungsschirm schlüpft; ein solcher Schritt bedeute nur neue Unruhe, zumal das Land derzeit auf dem Markt noch günstig an Geld komme.

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