Für das Eurogebiet erwarten die IWF- konomen in diesem Jahr ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent, im nächsten Jahr sei nur mit einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent zu rechnen. In Deutschland soll das Bruttoinlandsprodukt jeweils um 0,9 Prozent zulegen. Bisher hatte der IWF noch 1,4 Prozent für Deutschland im nächsten Jahr erwartet. Der Währungsfonds mahnt die Bundesregierung vor diesem Hintergrund, weitere Strukturreformen anzupacken, "um das relativ niedrige Niveau der Investitionen und das Wachstumspotenzial der Binnenwirtschaft zu stärken", heißt es in dem Weltwirtschaftsbericht
Nach Einschätzung des Währungsfonds geht die weltwirtschaftliche Schwäche auch an den Schwellenländern nicht spurlos vorbei. Für China erwartet der IWF im nächsten Jahr noch 8,2 Prozent Wachstum (-0,2 Prozentpunkte), für Indien sechs Prozent (-0,6) und für Brasilien noch vier Prozent (-0,7). Angesichts der Wachstumsrisiken rechnet der IWF mit einem "weiteren Rückgang der Inflationsraten" und empfiehlt eine weitere Lockerung der Geldpolitik.



