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EUdSSR: Politbüro-Planwirtschaft pur

"Die Welt" exklusiv: EU-Kommission setzt Ländern eine Industrie-Quote. Der Anteil der Industrieunternehmen am EU-weiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll „bis 2020 auf 20 Prozent angehoben werden“, verspricht das Strategiepapier.

 

Die EU-Kommission will die Quote der industriellen Wertschöpfung in Europa wieder nach oben hieven. „Die Kommission erwartet, die schrumpfende Rolle der Industrie umzukehren“, heißt es im industriepolitischen Konzept der EU, das der zuständige Kommissar Antonio Tajani am kommenden Mittwoch vorstellen wird und das der „Welt“ (6. Oktober) bereits vorliegt.
 
Der Anteil der Industrieunternehmen am EU-weiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll „bis 2020 auf 20 Prozent angehoben werden“, verspricht das Strategiepapier. Das ist ein großer Schritt, heute liegt die Quote nach offiziellen Zahlen bei etwa 15 Prozent. 

„Europa muss sich für das 21. Jahrhundert reindustrialisieren“, fordert Tajani in seiner Strategie, denn eine „starke industrielle Basis ist entscheidend für ein wohlhabendes und wirtschaftlich erfolgreiches Europa“. Das Problem heute sei: „Die Investitionsaussichten sich düster.“ Der Plan sieht vier „Pfeiler“ vor, um „die Attraktivität Europas als Produktionsstandort  wiederherzustellen“: Verstärkte Investitionen in Fabriken sowie in Forschung und Entwicklung und einen Ausbau des Binnenmarktes und „die Öffnung internationaler Märkte“. Drittens will der Kommissar Unternehmen – gerade kleinen und mittleren – den „Zugang zu internationalen Märkten öffnen“, durch neue Handelsabkommen etwa. Zuletzt will die Kommission sich um Aus- und Fortbildung kümmern und darum, Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften besser abzugleichen.

 

 

 

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