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Lieferte Syrien Gaddafi ans Messer?

Geheimdienste: Es war Syriens Präsident Baschar Assad, der Gaddafi schlussendlich ans Messer lieferte. Assad zählte zu seinen wenigen letzten Freunden. Doch dieser verriet den Aufenthaltsort und die Telefonummer an Frankreich.

 

Am 20.Oktober jährt sich der erste Todestag von Muammaral-Gaddafi. Zeit für einzelne Geheimdienstleute, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Interessantes tut sich auf: Es war indirekt Syriens Präsident Baschar al- Assad, der Gaddafi schlussendlich ans Messer lieferte. Ein Jahr später nähert sich auch dessen Ende mit Riesenschritten. „Das Verfalldatum ist angegeben, jetzt wollen wir nur noch schauen, wie lange er überzieht“ hören wir aus französischen Geheimdienstkreisen.

Wochenlang wurde im August 2011 nach der Eroberung der Hauptstadt Tripolis spekuliert, wo sich der libysche Diktator aufhalten könnte. Die Mehrheit glaubte, er sei nach Niger oder nach Mali geflüchtet. Kaum einer dachte daran, dass sich der grosse Bruderführer in seiner Heimatstadt Sirte mit seinen letzten Getreuen verschanzen würde. Die Stadt war ja schon länger vor Rebellen umzingelt und jeder Fluchtweg ausgeschlossen. Jeden Tag musste sich der Diktator von Haus zu Haus in grosser Hektik verschieben.

Einzige Verbindung zur Aussenwelt war sein Satellitentelefon, mit dem er einige wenige, verbliebene Freunde anrief. Wenige Tage vor seinem Tod liess der syrische Geheimdienst Gaddafi fallen. Die Syrier gaben die Nummer des Satellitentelefons an die französischen Kollegen weiter.

Frankreich hatte von Anfang an auf einen harten Kurs gegen Libyen gesetzt. Die Franzosen konnten Gaddafi in Kürze lokalisieren und seine Wege verfolgen. Sie informierten die Rebellen, die prompt Gaddafi bei seinem letzten Fluchtversuch aufstöberten. Der Rest ist Geschichte. Er wurde verprügelt und auf einen Pritschenwagen geworfen. Unterwegs nach Misrata wurde der ehemalige Herrscher Libyens getötet.

Es gilt als erwiesen, dass ein französischer Agent auf dieser letzten Fahrt dabei war. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy dürfte darob zufrieden gewesen sein. Hielten sich doch die Gerüchte, Gaddafi habe einen Grossteil seines Wahlkampfes 2007 finanziert.

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