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US-Wahl Prognose: Obama siegt

US-Wahl Prognose: Die Fed setzt Obama wieder ein. Die Republikaner sind der US-Zentralbank zu kritisch. Auch die Rep-Diskussion über eine größere Kontrolle und einen Goldstandard passt der Fed gar nicht. Fatale Ironie: Die Linken und die Roten passen den Gelddruckern besser ins Programm als Sparbemühungen und Kritiker des Finanzsystems. Kein Wunder, dass Obama Millionenspenden ausgerechnet von der Wall Street erhielt. Obama ist der Liebling der Banken.

 

Dollar Note herausgegeben von John F. Kennedy (1963) - oben steht "Untied States Note"

File:US $5 1963 USN.jpg

 

Dollar Note, herausgegeben von der "Federal Reserve". Oben steht "Federal Reserve Note"

Kennedy wurde bekanntlich erschossen. Die von ihm ausgegebenen Dollar-Scheine wurden anschließend eingezogen und eliminiert. Fazit: besser nicht mit der Fed anlegen.

 

von Michael Mross

Wer sich mit der Fed anlegt, der hat's in den USA bekanntlich nicht leicht. Diese Erfahrung musste auch schon John F. Kennedy machen. Die Ziele von Mitt Romney mögen zwar ehrenhaft sein - allein, sie passen nicht ins Geldsystem. Sparen und größere Kontrolle, gar Entmachtung der Fed haben sich die Republikaner ins Programm geschrieben. Auf einem Parteitag vor wenigen Wochen wurde sogar die Wiedereinführung eines Goldstandards diskutiert. Ein Alptraum für die Gelddrucker aus Washington.  Das Gegenteil von dem, was die Fed will. Die Fed als Vertreter des Geldsystems weiß genau, was derzeit wichtig ist: nicht sparen, sondern Geld drucken. Und da kommt ein Demokrat gerade richtig. Er verspricht den Massen, was sie hören wollen: Mehr Wohlstand, finanziert auf Pump.

 

Doch die Bilanz der Repulikaner sah bisher auch nicht gut aus: Ex-US-Präsident George Bush hat mehr Schulden gemacht, als alle US-Präsidenten zuvor zusammen. Obama trat 2009 an mit dem Versprechen, das öffentliche Defizit zu halbieren. Doch das Gegenteil war der Fall: Seit 2009 stiegen die US-Schulden um mehr als 50%! Eine Spitzenleistung. In nur vier Jahren stieg das Defizit  von 10 Billionen auf 16 Billionen Dollar. Noch nie zuvor gab es in so kurzer Zeit einenn so steilen Anstieg. Die Schuldenobergrenze liegt derzeit bei 16,2 Billionen und sollte eigentlich bis nächstes Jahr reichen. Fest steht aber jetzt schon, dass das Schuldenlimit bereits in den nächsten Wochen gerissen wird. Wenn nichts passiert, sind die USA Anfang Dezember zahlungsunfähig.

 

Der exponentielle Anstieg der Schulden im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist natürlich auch durch das Geldsystem bedingt. Politiker können sich der finanziellen Matrix nicht entziehen. Insofern ist es eigentlich verwunderlich, dass sich in der Endphase des Geldsystems die Bewerber noch darum reissen, Präsident zu werden. Beim unvermeidlichen Crash des Finanzsystems werden sie zur Verantwortung gezogen. Es erscheint unwahrscheinlich, dass das System - so wie wir es kennen - die nächsten vier Jahre überleben wird.

 

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder weiter Gelddrucken bis zum Untergang oder Bereinigung mit  einem deflatorischen Crash, weil das System nicht mehr weiter wachsen kann. Für die erstere Variante stehen die Demokraten (und bei uns die Linken, SPDGRÜNE). Wenn's um Versprechungen auf Pump geht, um Massenverdummung, um das Verteilen von ungedeckten Schecks - da hat das linke Spektrum immer die Nase vorn. Leider sind die Menschen in der Masse zu dumm, um dies zu begreifen. Dilemma der Demokraite.

 

Wie lächerlich die sogenannte "Schuldenobergrenze" in den USA ist, zeigt schon die Geschichte. An dieser Stelle sei aber auch erwähnt, dass auch die Schuldengrenzen in Deutschland und der Eurozone nichts anderes als Makulatur sind. Alles wurde bisher gebrochen inklusive Maastricht. Und kein Gesetz, keine Richtlinie wird in Zukunft je eingehalten, auch wenn sie sonstwie in Verträgen oder gar im Grundgesetz verankert sind. Alles nur Show.

 

Denn über allem herrscht das Gesetz des Geldsystems. Und das bedeutet: Schulden müssen systembedingt weiter steigen, sonst bricht das System. Ein Betrugssystem, wie viele Menschen leider erst zu einem späterem Zeitpunkt schmerzvoll erfahren werden. Eine Illusion. Geld ist nur eine Illusion. Und diese Illusion muss weiter aufrecht erhalten werden - so lange, bis jeder kapiert, dass alles nur Betrug ist. Geld ist auf lange Sicht kein Wertaufbewahrungmittel. Besonders nicht in der Endphase des Geldsystems, die wir gerade erleben.

 

Die Schuldenobergrenze in den USA wurde 1917 eingeführt und damals bei 11,5 Mrd. Dollar fixiert. Seitdem wurde sie bereits 94 Mal angehoben. Das Momentum der Anhebungen scheint klar zuzunehmen. Seit 1962 wurde die Obergrenze 75 Mal angehoben, seit 2001 bereits 11 Mal. Insofern stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Obergrenze. - Sie ist nur Nebelkerze, um die Leute zu beruhigen. Wer allerdings wissen will, wie sich die Welt-Leid-Währung in den letzten fast 100 Jahren entwickelt hat, der braucht bloß auf's Gold zu schauen. Im Vergleich zu Gold hat der US-Dollar 97% verloren. Gerade in den letzten Jahren war der Kursverlust erheblich. Erhielt man 2003 noch für rund 250 Dollar eine Unze Gold, so muss man heute 1700 Dollar für die gleich Menge zahlen. Einen krasseren Beweis für den Verfall einer Weltwährung kann es nicht geben.

 

Dass der Dollar überhaupt noch etwas wert ist, gleicht einem Wunder. Alle Stabilitäts-Versprechungen wurden in letzter Zeit gebrochen. Schon jetzt lebt US-Land nur durch die Fed-Inzucht: US-Staatsanleihen werden auf der Welt kaum noch nachgefragt - deshalb kauft jetzt die Fed die eigenen Bonds. (Genauso in GB, wo die Zinsen per BoE nach unten manipuliert werden und die GB-Zentralbank über 40% der Anleihen kauft. Wer sonst würde GB-Bonds noch kaufen?)

 

Das gleiche Betrugsspiel in den USA: Die US-Zentralbank manipuliert die US-Zinsen kräftig nach unten, denn nur so ist Washington überhaupt noch lebensfähig. Ein Vorgang, der in Zusammenhang mit der EZB aufs Schärfste kritisiert wird, in den USA aber schon seit Jahren zur Normalität gehört. Kritische Kommentare in der Wirtschaftspresse findet man zu diesem Thema kaum.

 

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Niemand stellt in diesem Zusammenhang die Frage, was eigentlich die Bezeichnung "pleite" bedeutet. Eigentlich sind die USA de facto schon längst bankrott. Der Patient lebt nur noch, weil er Schulden erhöhen kann. Eine Rückzahlung ist aber bereits jetzt definitiv ausgeschlossen. Da spielt es keine Rolle, wer Präsident ist. Die USA leben nur noch davon, dass die Welt ihre frisch gedruckten Dollars akzeptiert. Doch dieses Falschspiel wird nicht unendlich weiter gehen. Der Tag der Abrechnung rückt näher.

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