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Desertec Wüsten-Wahn: Auch Bosch springt ab

Desertec verliert Bosch. Stuttgarter Konzern steigt zum Jahresende aus. Erst vor kurzem hatte Siemens den Ausstieg aus dem Projekt verkündet. Der Münchner Konzern will das Geschäft mit dem Sonnenstrom nicht weiter betreiben.


Nach Siemens beendet auch der Technologiekonzern Bosch die Mitarbeit im Wüstenstromprojekt Desertec. „Wir werden unsere Mitgliedschaft nicht verlängern“, sagte eine Sprecherin der Konzerntochter Bosch-Rexroth der Financial Times Deutschland (Dienstagausgabe). Die Verträge mit der Initiative laufen nach drei Jahren Ende Dezember aus.

 

Nun muss Desertec einen weiteren angesehenen Namen aus der Liste seiner Unterstützer streichen. Erst vor kurzem hatte Siemens den Ausstieg aus dem Projekt verkündet. Der Münchner Konzern will das Geschäft mit dem Sonnenstrom nicht weiter betreiben.

 

Die Desertec-Planungsfirma Dii bestätigte das Ende der Zusammenarbeit mit Bosch. „Wir bedauern den Schritt“, sagte ein Sprecher. Der Initiative gehören derzeit 21 Gesellschafter und 36 Partner an. Nach Angaben von Dii soll die Zahl der assoziierten Unternehmen durch Neueintritte bis zum Jahreswechsel leicht ansteigen.

 

Bosch gehörte zu den föderativen Partnern von Desertec, die sich nicht im selben Ausmaß einbringen wie die Gesellschafter. Die Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth erstreckte sich auf Technologieaustausch oder Workshops mit Experten. Bosch Rexroth ist ein Spezialist für Antriebe und Steuerungen, die für Industriemaschinen verwendet werden. Für Solarparks stellt das Unternehmen Unterbauten her, auf denen die Anlagen nach der Sonne ausgerichtet werden. Elektronik für die Fertigung von Solaranlagen sind ebenfalls im Angebot.

 

Wie andere Teile des Stuttgarter Konzerns spürt Bosch Rexroth den Absatzschwund in Europa. Tausende Beschäftigte sind von Kurzarbeit betroffen. Angesichts dieser Rahmenbedingungen würde man abwägen, was wichtig sei und die Aktivitäten stärker fokussieren, sagte die Sprecherin.

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