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Commerzbank: Kahlschlag

Vorstand der Commerzbank erhöht Druck auf Betriebsrat: Stellenabbau abhängig von neuen, flexibleren Einsatzzeiten der Filialmitarbeiter.
 
 
Der Vorstand der Commerzbank erhöht den Druck auf den Betriebsrat, Veränderungen bei den Öffnungszeiten der Filialen zuzustimmen. „Je besser unser Angebot ist, je zufriedener unsere Kunden sind, um so stärker sind wir damit auf der Ertragsseite und umso weniger Personal müssen wir abbauen“, sagte Privatkundenvorstand Martin Zielke der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Dienstagsausgabe).
 
Bis zum Sommer sollen die Gespräche mit dem Betriebsrat über Stellenabbau und Einsatzzeiten der Filialmitarbeiter von Montag bis Freitag abgeschlossen sein. Die Gespräche über Samstags-Arbeit in den Filialen würden vom Arbeitgeberverband der Banken mit den Gewerkschaften geführt, kündigte Zielke an.

Ziel des Vorstandes der Commerzbank sei, die Öffnungszeiten während der Woche für jede der 1200 Commerzbank-Filialen so individuell zu regeln, dass sie der konkreten Kundennachfrage vor Ort entsprächen. „Das bedeutet auch, dass wir die Einsatzzeiten der Mitarbeiter flexibilisieren müssen“, sagte Zielke der F.A.Z.
 
Derzeit öffnen und schließen die meisten Commerzbank-Filialen zur gleichen Zeit.. „Es geht dabei nicht darum, Filialen zu schließen“, erklärte Zielke. Filialen blieben der Ort für das „vertrauliche Gespräch vor schwierigen Entscheidungen“. Doch es gebe Veränderungsbedarf. „Wir benötigen nicht die gleiche Besetzung in den Filialen von der ersten bis zur letzten Öffnungsstunde und nicht nahezu das gleiche Angebot in jeder Filiale“, sagte Zielke der FAZ.
 
Zuvor hatte schon die Deutsche Bank mit drastischen Stellenabbau gedroht. Wieviele Mitarbeiter beim deutschen Bankenprimus allerdings gehen müssen, ist noch nicht bekannt. Insider schätzen, das Tausende entlassen werden im Verlauf der nächsten 12 Monate.
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