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Crash: Krise 2.0?

Aus heiterem Himmel stürzen die Aktienmärkte wieder in den Keller. Während das Plunge Protection Team in den USA die Börsen vor Schlimmeren bewahrt, gehts in Europa drastisch bergab. - Schuldenbombe: Die Lunte brennt.

 

von Michael Mross

So schnell kann's gehen. Gestern war die Welt noch in Ordnung und heute hat's "Bumm" gemacht. Die Art und Weise, wie die Börsen in Europa zertrümmert wurden, lässt nichts Gutes erahnen. Über die Kursrückgänge gibts das übliche "Bla" in den Wirtschaftsmedien. Die wahren Ursachen kennen nur Insider.

Die Hintergründe über den Kurssturz liegen im Dunkeln. Fakt aber scheint zu sein, dass einige große Player im Euro-Raum den Stecker gezogen haben. Ich erinnere mich noch, als 2008 - ebenfalls an einem Montag - die Kurse plötzlich aus heiterem Himmel einbrachen. Niemand wußte damals, warum. Ich stand ebenfalls ratlos an der Börse und musste den Zuschauern erklären, was los war. Achselzucken.

Heute kennen wir die Gründe. Die innersten Strukturen des Geldsystems erodierten. Die Folge: Panikverkäufe, Liquiditätsbeschaffung, Baisse.

Die Parallelen zu damals scheinen heute evident. Ein Kursrutsch von fast 3% im DAX ist nicht alltäglich. Es sind die Vorboten von größeren Verwerfungen - auch wenn die Folgen an der Wall Street nicht so dramatisch zu sein scheinen. Hier muss man davon ausgehen, dass hilfreiche Kräfte das Schlimmste verhüten. Das Plunge Protection Team sorgt für eine Abmilderung der Panik. Denn einen echten Crash, das kann man weder in den USA noch sonst im System brauchen.

Um die jüngste Bewegung an den Börsen zu analysieren, braucht an nur einen Blick auf den Kurszettel zu werfen: Konjunktursensible Titel und Banken gehören zu den größten Verlierern. Die Commerzbank verlor am Montag in der Spitze bis zu 8% - an einem Tag. Kein gutes Zeichen. Auch die anderen EU-Banken unter Druck.

So hat es 2008 auch angefangen: damals waren die Banken die größten Verlierer. Nur damals notierte die Commerzbank noch bei 30 Euro - heute bei 1,50! - Prognose: Die Banken werden schon in Kürze das ganz große, globale Problem.

Was kommt jetzt? Die Krise wird sich weiter durchfressen - in die Realität. Die bisherigen Verschleierungstechniken, Lügen, Beschwichtigungen helfen immer weniger. Notenbanken sind mehr oder weniger am Ende ihrer Handlungsfähigkeit.

Die globale Schuldenbombe kann man nicht verschleiern. Die Schulden sind da und es werden immer mehr. Damit wird das Problem nicht kleiner, sondern größer. Die einzige Rettung in dieser Situation ist Gold und Silber. - Euro, Dollar, Yen gehen, Gold bleibt.

Globale Schuldenbombe: Die Lunte brennt - nur der Zeitpunkt der Explosion steht noch nicht fest. Eines ist jedoch sicher: Die Detonation wird die Welt, so wie wir sie kennen, vernichten.

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