Die Aktie der Commerzbank taumelt gegen 1 Euro. Mit einem Trick soll sie wieder zweistellig werden. Hedgefonds attackieren angeblich Deutschlands zweitgrößtes Bankhaus. - Opfer der Euro-Krise.
Die Commerzbank gilt als Symbol der kränkelnden Bankenlandschaft. Als die Bank letzten Monat eine Kapitalerhöhung um 2,5 Milliarden Euro ankündigte, war der weitere Absturz progammiert. Der Commerzbank drohte Pennystock-Niveau im DAX. Ziemlich peinlich. Endpunkt einer jahrelangen Talfahrt der Aktie. Das Vertrauen der Anleger ist zerstört.
Nun will der Vorstand mit einem kosmetischen Trick zumindest den Kurs wieder aufpolieren. In einem „Reverse Split" sollen Anleger für zehn alte Aktien eine neue bekommen. Statt gut einen Euro würde diese neue Aktie mehr als 10 Euro kosten. Die bessere Kosmetik ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Commerzbank in großen Schwierigkeiten steckt und die Marktkapitalisierung schwindet. Wenn das so weitergeht, droht sogar am Ende noch der Rauswurf aus dem DAX.
Die Commerzbank ist wie viele andere Finanzinstitute ein Opfer der Euro-Krise. So lange diese nicht gelöst ist - und danach sieht es nicht aus - dürften die Bankenkurse weiter gen Süden driften.
Die Probleme der Commerzbank haben nun seit einiger Zeit auch die internationalen Spekulanten entdeckt. Sie setzen auf weiter fallende Kurse. Seit Freitag zocken Hedgefonds wild mit der Commerzbank-Aktie. Heute ging es im Tief schon bis auf 1,04 Euro nach unten.
Bleibt zu hoffen, dass das Schicksal der Commerzbank dem deutschen Bankeprimus erspart bleibt. Doch auch bei der Deutschen Bank zeigen die Kurse in letzter Zeit bedrohlich nach unten. Und schon witzelt man in Frankfurt: "Deutsche Bank - 1 Euro". Wenn das jedoch passiert, dürfte die Börsenwelt anders aussehen.



