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Gabriel: Sorge um Russland

Gabriel warnt vor Destabilisierung Russlands durch Sanktionen. Wirtschaftsminister: "Ziel war nie, Russland wirtschaftlich und politisch ins Chaos zu stürzen". Vizekanzler wünscht sich Teilnahme Putins am G-8-Gipfel im Juni in Deutschland

 


Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat eindringlich davor gewarnt, Russland durch Wirtschaftssanktionen völlig zu destabilisieren. „Das Ziel war nie, Russland wirtschaftlich und politisch ins Chaos zu stürzen“, sagte der SPD-Vorsitzende zu BILD am SONNTAG. „Wer das will, provoziert eine noch viel gefährlichere Lage für uns alle in Europa. Immerhin ist Russland eine Atommacht.“

"Die bislang beschlossenen Sanktionen sollten Russland nur zurück an den Verhandlungstisch bringen", so Gabriel weiter. "Diejenigen, die Russland jetzt wirtschaftlich und politisch noch mehr destabilisieren wollen, verfolgen ganz andere Interessen. Manche davon sitzen in Europa, andere in den USA und wollen den alten Supermacht-Rivalen endgültig am Boden sehen. Das ist nicht das deutsche und das europäische Interesse." Gabriel fügte hinzu: "Wir wollen helfen, den Konflikt in der Ukraine zu lösen. Aber nicht, Russland auf die Knie zu zwingen."

Der Wirtschaftsminister warnte vor weitreichenden Konsequenzen einer Isolation Moskaus. „Wenn Russland als Partner dauerhaft ausfällt, beispielsweise im Irak im Kampf gegen ISIS, in Syrien bei den Bemühungen zur Beendigung des Bürgerkriegs, im Iran bei den Verhandlungen über das Atomprogramm, wird die Situation für die ganze Welt brandgefährlich.“

Gabriel wünschte sich, Russlands Präsident Putin könne bereits beim G8-Gipfel in Deutschland in diesem Jahr wieder mit dabei sein. „Es wäre für die Welt gut, wir hätten bis dahin im Ukraine-Konflikt so große Fortschritte erzielt, dass sich auch die großen acht Staaten (G-8) der Weltwirtschaft wieder treffen können. Denn was bedroht die Weltwirtschaft am meisten: die internationalen Krisen. Eigentlich sollen die Gespräche auf den G-8-Treffen Krisen verhindern oder lösen. Und gerade jetzt wären Gespräche so wichtig." Er habe da allerdings kaum Hoffnung.

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