Krasse Falschmeldung bei n-tv: Der Euro habe sich angeblich wieder erholt, meldet der Nachrichtensender und notiert wieder über 1,20 USD - da war wohl ein Praktikant am Werk, der sonst für's Feuilleton zuständig war. - Fakt: Euro auf 12-Jahres-Tief!
Dem Wort "Lügenpresse" machte heute der Nachrichtensender n-tv alle Ehren. Mitten im Euro-Crash verkündet der Sender, dass sich der Euro von seiner Schwächephase wieder erholt hätte und nun die Marke von 1,20 wieder überschritten habe. Aktuell würde er gar über 1,24 notieren. Ansonsten wurde noch was über den DAX und BMW schwadroniert, welche auf Rekord stiegen. Dass Gold in den letzten Wochen erheblich gestiegen ist, wurde natürlich nicht erwähnt.
Die Meldung ist ein absoluter Skandal vor dem Hintergrund, dass die Gemeinschaftswähung der Plünder- und Pleiteunion schon seit Monaten drastisch fällt und die 1,20 schon seit drei Wochen nur noch von unten sieht. Möglicherweise sollte man auch alle anderen Nachrichten von n-tv in Zukunft erst mal kritisch unter die Lupe nehmen.
Über die Hintergründe der Falschmeldung kann nur spekuliert werden. Wahrscheinlich waren die Redakteure mal wieder total betrunken und konnten mit den Stellen hinter dem Komma nichts anfangen? Oder haben sie sich einen üblen Scherz erlaubt? Oder ist es das Werk eines unterbezahlten, unfähigen Praktikanten?
Fakt ist, viele Leute glauben den Quatsch sogar.
Screenshot der Originalmeldung HIER
Update 24.1.: in der Zwischenzeit wurde zwar die Überschrift geändert - der Rest des Textes blieb jedoch gleich. Da scheinen echte journalistische Profis am Werk zu sein.
Hier die Originalmeldung, die bis 17:30 noch online war und wohl auch so ins Wochenende geht:
Freitag, 23. Januar 2015Rückkehr über die 1,20 Dollar
Euro erholt sich nach Senkrechtsturz
Verschnaufpause für den Euro: Nach einem rasanten Absturz in der ersten Tageshälfte kommt die europäische Gemeinschaftswährung am Nachmittag wieder etwas zu Kräften. Zuvor hatten Aktien von Dax-Unternehmen kräftig profitiert.
Die Talfahrt des Euro scheint eine Pause einzulegen. Die Gemeinschaftswährung rutschte in der Spitze zwar bis auf 1,115 Dollar ab und damit auf den niedrigsten Stand seit September 2003. Am Nachmittag erholte sich Europas Gemeinschaftswährung wieder und stieg über die 1,20-Dollar-Marke - aktuell notiert sie bei 1,248 Dollar - immer noch mehr als ein Prozent weniger als am Vortag.
Screenshot der Originalmeldung HIER




