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China: neue Hiobsbotschaften

Nach den extrem schwachen Daten zu den Importen (-19,9%) und Exporten Chinas (-3,3%) reißt die Serie schwacher Konjunkturdaten aus China nicht ab. So stiegen die Verbraucherpreise ...

Von Markus Fugmann

Nach den extrem schwachen Daten zu den Importen (-19,9%) und Exporten Chinas (-3,3%) reißt die Serie schwacher Konjunkturdaten aus China nicht ab. So stiegen die Verbraucherpreise im Januar nur noch um 0,8% – im Vormonat waren es noch 1,5%, jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist der geringste Anstieg seit November 2009, als die Verbraucherpreise um 0,6% gestiegen waren. Noch schlechter sieht das Bild bei den Erzeugerpreisen aus: sie fielen drastisch um 4,3%, erwartet war ein Rückgang um 3,7%. Seit drei Jahren fallen im Reich der Mitte die Erzeugerpreise kontinuierlich – der stärkere Rückgang im Januar dürfte dann zeitverzögert auch die Verbraucherpreise weiter nach unten drücken.

Damit zeigt sich, dass Chinas Regierung wohl mehr tun muß, um die Abkühlung zu stoppen: die kürzliche Zinssenkung sowie die Senkunge der Mindestreserveanforderungen für Banken hat die latent deflationären Tendezen nicht aufhalten können. Chinas Märkte rechnen nun fest mit neuen Stimulusmaßnahmen der Notenbank People´s Bank of China. In Antizipation weiterer Maßnahmen stieg der Shanghai Composite in der Nacht auf den heutigen Dienstag um 1,3%.

Ein wichtiger Faktor für die schwache Preisentwicklung sind die gefallenen Rohstoffpreise, die wiederum Ausdruck der Abkühlung am Immobilienmarkt Chinas sind. Hinzu kommt das in China derzeit ungewöhnlich warme Wetter. Dennoch: der Abwärtstrend bei den Preisen ist klar erkennbar und auch nicht mit dem Faktor Neujahrsfest, das am 18.Februar stattfindet, wegzudiskutieren. China wird daher nicht anders können, als den Yuan zu schwächen: die Exporte in die Eurozone und nach Japan waren zuletzt stark rückläufig (Japan-20%!).

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