Die österreichische Frauenministerin beklagt in einer aufwendigen Studie "dass die Durchführung der Steinigung eindeutig Nachteile für Frauen aufweist..."
Dass Frauen in der islamischen Welt durchaus als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, dürfte auch Claudia Roth wissen, auch wenn sie es verschweigt und eher die Buntheit des Islam hervorhebt.
Ihrer Kollegin in Österreich, die Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), ist nun aber doch eine gewaltige Benachteiligung der Frau im Islam aufgefallen. Sie rügt in einer Broschüre, dass in einigen islamistischen Staaten bei Steinigungen furchtbare Unterschiede bei Frau und Mann existieren.
In einer von der österreichischen Regierung finanzierten Studie beklagt die Frauenministerin offensichtliche Benachteiligungen im Fall der Steinigung. Männer würden nur bis zur Hälfte, Frauen aber bis zu den Schultern eingegraben, um anschließend mit Steinen zu Tode gequält zu werden.
Gabriele Heinisch-Hosek ist empört. Der feine Unterschied ihrer Meinung nach: Wer nur bis zur Hälfte eingegraben ist, kann sich eher befreien. In diesem Fall hat der Mann also in islamistischen Staaten klare Vorteile.
Das ganze kann man in einer von der österreichischen Politik finanzierten, aufwendigen Studie "tradition und gewalt an frauen" nachlesen. In Wien kümmert man sich eben noch um die echten Probleme dieser Welt.
Konkret heißt es in dem Report, „daß die Durchführung der Steinigung eindeutig Nachteile für Frauen aufweist“. So würden Männer bei einer Steinigung nur bis zur Hüfte, Frauen hingegen bis zu den Schultern eingegraben, heißt es in dem Text.
„Dies ist bedeutend, weil im Falle des ‘Sich- Befreiens’ der (oder des) Verurteilten eine Begnadigung durchgesetzt werden kann. Dies ist bei Männern somit weitaus wahrscheinlicher“, belehrt der Report des Frauenministeriums weiter.
Irgendwie ist jedoch nicht ganz klar, was die Frauenministerin nun erreichen will. Will sie, dass Frauen auch nur bis zur Hüfte bei Steinigungen eingegraben werden? Oder verlangt sie im Rahmen der Gleichberechtigung, dass auch Männer bis zur Schulter im Sand stecken müssen?
Fordert sie gender-gerechte Steinigungen?
Praktiziert werden Steinigungen in Ländern wie Afghanistan, Iran, Jemen, Nigeria, Saudi-Arabien und Sudan.
Die FPÖ reagierte entsetzt. Generalsekretär Herbert Kickl brachte eine parlamentarische Anfrage mit dem Titel „SPÖ-Forcierung gendergerechter Steinigungen“ ins Parlament ein. Kickl fragte, ob Heinisch-Hosek „hinter der unfaßbaren Aussage ihrer Broschüre steht, wonach Frauen bei Steinigungen auch nur mehr bis zur Hüfte eingegraben werden sollen, um so eine diesbezügliche Gleichbehandlung mit von Steinigungen betroffenen Männern herzustellen“.



