An manchen Straßen bei Frankfurt kontrollieren aktuell Polizisten mit Maschinengewehren den Verkehr. - Obama fordert Komplettüberwachung von Flug-Passagieren.
Von Michael Mross
Heute Nachmittag in Frankfurt. Ich fahre mit dem Taxi vom Flughafen in Richtung Innenstadt. Als die Autobahn endet - blinkende Polizeifahrzeuge, Polizisten mit Maschinengewehren, vermummt.
Fahrspuren wurden bewusst gesperrt, aus drei wurde eine, Stau am verbleiben Fahrstreifen. Am Ende drei schwarz-verkleidete mit Maschinengewehren - ebenso eine unbestimmte Anzahl von furchteinflößenden Kombattanten am Straßenrand.
"Was ist denn hier los" - werfe ich einer der finsteren Gestalten zu. "Sind wir schon im Krieg?"
"Ist wegen Terror" harscht es von der anderen Seite zurück.
"Welchen Terror?" frage ich. Sind hier irgendwo Terroristen? - Keine Antwort.
Es sollte doch schon sehr unwahrscheinlich sein, dass Terroristen auf einer Flughafenautobahn - vom Airport kommend - in Frankfurt einfallen. Da gibt es in Deutschland bekanntlich bessere Wege, die sich sicherlich schon rumgesprochen haben.
Was soll die Terror-Show auf einer Autobahn, wenn hinten das Scheunentor sperrangelweit offen steht? Wer als Terrorist in die Republik einreisen will, der kommt bestimmt nicht über die Flughafen-Autobahn - sondern eher über die bayerische Grenze.
Gerade im Fernsehen: Pressekonferenz mit Obama und Hollande. Neben dem üblichen Bla präsentiert der US-Präsident ein Patentrezept gegen Terror: Die Fluggast-Datenspeicherung soll ausgebaut und verfeinert werden. Ist das alles?
Oder ist das alles nur Show?



