Lieber Leser,
wir haben vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass der Kursanstieg der Evotec-Aktie durch ein stabileres britisches Pfund belastet werden könnte. Just zu der Zeit begann der Prozess des Brexits. Die britische Premierministerin wurde jedoch vom obersten Gerichtshof dazu verdonnert, für das Ziehen von Artikel 50, der die Verhandlungen mit der EU einleiten soll, und den vorgelegten Austrittssplan die Zustimmung des Parlaments einholen zu müssen. Marktteilnehmer werteten diese Umstände zunächst pro steigendes Pfund. Auch die Entscheidung Mays, das Parlament zu einem späteren Zeitpunkt über den mit der EU ausgehandelten Deal abstimmen lassen zu wollen, bestätigte diese Sichtweise. Seitdem ging auch die Evotec-Aktie in einen Korrekturmodus über.
Aktie tritt wieder in den Trendkanal ein
Aus der markttechnischen Perspektive bewegte sich die Aktie, wie bereits zuvor mehrmals analysiert, in einem Aufwärtstrendkanal, deren obere Begrenzung zuletzt nach oben hin überwunden werden konnte. Diese verlief bei 7,60 Euro je Aktie. Mit dem stärkeren Pfund ist die Aktie allerdings wieder in die Aufwärtsrange eingebrochen. Das muss den Aufwärtstrend sicherlich nicht umkehren, jedoch könnte die Korrektur nun größer ausfallen, sofern der Kurs sich in den nächsten Wochen nicht wieder stabilisiert. Ein wieder schwächeres Pfund könnte dabei helfen. Dass das britische Parlament den Plan der Premierministerin in dieser Woche quasi durchgewunken hat, könnte diesen Umstand begünstigen.
Ein Gastbeitrag von Rami Jagerali.
Herzliche Grüße
Ihr Robert Sasse



