Liebe Leser,
letzte Woche sorgten die Nachrichten zur Autoindustrie wieder für einiges Aufsehen, denn die Sammelklagen gegen die deutschen Autobauer sind durchaus ernst zu nehmen. Die wichtigsten diesbezüglichen Nachrichten, über die Mami Jagerali in der letzten Woche berichtet hat waren folgende:
- Große Beträge! Im Gegensatz zu Deutschland sind Klagen und Schadensersatzforderungen in den USA eine ernstzunehmende Größe. Dort scheinen dann auch Sammelklagen gegen deutsche Großkonzerne derzeit In zu sein, etwa gegen VW und die Deutsche Bank.
- Klage aus New Mexico! Nachdem dort erst kürzlich der Airbag-Hersteller Takata erfolgreich vom US-Justizministerium zu einer Strafzahlung in Höhe von 1 Mrd. Dollar aufgrund defekter Airbags verurteilt worden war, sind nun auch 15 internationale Autohersteller im Visier der Behörden. Auch Daimler, BMW, Fiat-Chrysler, VW, Audi und General Motors sind hier mit von der Partie.
- Warum eigentlich? Die Klage scheint jeder Grundlage zu entbehren, denn der Vorwurf lautet, dass die Konzerne frühzeitig von den Defekten Kenntnis gehabt hätten. Doch genau dies hatte Takata in seiner Einlassung vor dem US-Justizministerium abgestritten, so dass Daimler und Co. entsprechend allergisch auf die Klage reagierten. Daimler kündigte an, sich hier aktiv zur Wehr zu setzen.
Könnte die Klage, die eigentlich so wenig Chancen auf Erfolg zu haben scheint, vor einem Geschworenengericht vielleicht doch durchgehen? Ist hier etwa definitiv ein Restrisiko zu verzeichnen? Wir halten Sie informiert.
Ein Gastbeitrag von Jennifer Diabatè.
Herzliche Grüße
Ihr Robert Sasse



