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Was macht der Getränkemarkt?

Liebe Leser,

letzte Woche sorgten die Nachrichten zum Getränkemarkt für einiges Aufsehen. Hatte sich Jens Gravenkötter doch der Branche angenommen und Informationen zum Stand der Dinge zusammengetragen. Die wichtigsten diesbezüglichen Nachrichten waren folgende:

  • Die Bier-Branche! Die Bierproduktion ist 2016 zum dritten Mal in Folge gesunken, denn in 2015 waren es 1,93 Mrd hl. Nun verteidigt Deutschland mit einer stabilen Jahresproduktion von 95,6 Mio hl seine Spitzenposition in Europa. Weltweit liegen China (471,6 Mio hl), die USA (223,5 Mio hl) und Brasilien (138,6 Mio hl) auf den vorderen Plätzen. Seit 2005 ist die Zahl der Brauereien von 1.281 auf 1.388 gestiegen und vor allem Craft und alkoholfreie Biere werden immer beliebter.
  • Wein mit Qualität! Die Internationale Weinorganisation OIV geht davon aus, dass die weltweite Weinproduktion 2016 um 5% gesunken ist, auch wegen des Klimawandels. Wein könnte teurer werden, doch immer mehr Konsumenten sind bereit, auch mehr zu zahlen.
  • Coca Cola auf dem absteigenden Ast? Hier hat sich der Abwärtstrend im vergangenen Jahr fortgesetzt und die Folge sind Kostensenkungen, neue Produkte und der Verkauf von nicht-strategischen Aktivitäten. Coca-Cola hat Ende Dezember von In-Bev dessen 55%-Anteil am afrikanischen Abfüller Coca-Cola-Beverages für 3,15 Mrd $ übernommen und zu den Hoffnungsträgern bei den neuen Produkten gehört unter anderem die neue Coca-Cola Zero Sugar. Auch andere Marken wie Fanta, Sprite oder Mezzo Mix gibt es bereits ohne Zucker. Allein in Deutschland sind 29% der verkauften Coca-Cola-Produkte zuckerfrei.
  • Wachstumspotenzial bei Mineralwasser! Dieses ist vor allem in Deutschland seit Jahren auf dem Vormarsch und 2015 erreichte der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch mit 147,3 Litern einen neuen Rekordwert. Die Gewinner des Booms sind allerdings die regionalen Marken, Importprodukte werden seltener gekauft.
  • EnergyDrinks in Verruf! Das Europaparlament will zwar solche Produkte nicht verbieten, fordert aber Warnhinweise und ein Verbot gesundheitsbezogener Werbung.
  • Steuer auf zuckerhaltige Getränke! Neben dem veränderten Gesundheitsbewusstsein könnte die von der Weltgesundheitsorganisation WHO geforderte Sondersteuer auf zuckerhaltige Getränke zum Problem für die Hersteller werden. In Mexiko ist diese bereits implementiert und in Großbritannien ist sie für 2018 geplant. Wird die Steuer weltweit eingeführt, dann dürfte sich der Abwärtstrend bei Coca-Cola noch beschleunigen.

Kann sich die Getränkeindustrie auf die veränderten Gegebenheiten einstellen? Wirt halten Sie informiert.

Ein Gastbeitrag von Jennifer Diabatè.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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