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So sieht es aus: Inflation – Flop der Woche!

Liebe Leser,

eine bombastische Wirkung hat letzte Woche der Beitrag von Dr. Bernd Heim zur Inflation gehabt. Wir fassen die wichtigsten Aussagen nochmals in kürzerer Form für Sie zusammen

  • Explodierte Inflation! Die Inflation ist hierzulande nicht nur gestiegen, sondern förmlich explodiert. Sie hat sich gar verdoppelt und ist in Deutschland auf 1,7 Prozent geschnellt. In der restlichen Eurozone fällt der Anstieg mit 1,1 Prozent etwas moderater aus, doch eine klar erkennbare Tendenz ist auch hier zu erkennen und sie deutet ebenfalls nach oben!
  • Alarmierender relativer Anstieg! Zwar sind die absoluten Zahlen noch nicht erschreckend hoch, doch das gesamte Umfeld ist noch auf Nullzinspolitik und die Gefahr einer Deflation ausgerichtet. In diesem Kontext hat selbst der kleinste Anstieg der Inflation gravierende Konsequenzen für die Bürger und ihr Vermögen. So kündigte beispielsweise die Mercedes-Benz Bank zum 12. Januar 2017 eine Senkung ihres Einlagenzinssatzes von 0.25 auf nun nur noch 0,20 Prozent an. Das bedeutet, dass der Zinssatz um 20 Prozent fällt, während die Inflation um 50 Prozent steigt.
  • Keine überraschende Entwicklung! Wirklich überraschend kommt diese Entwicklung nicht und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Unsere Staaten sind nicht erst seit gestern faktisch pleite. Griechenland ist längst ein hoffnungsloser Fall und wären unsere Finanzminister normale Unternehmer, wäre Wolfgang Schäuble nie in sein Amt gekommen, weil schon seine Vorgänger Insolvenz wegen Überschuldung hätten anmelden müssen.
  • Versuch, das BIP zu erhöhen! Die Schulden müssen wieder tragbar werden, sagen Notenbanker und Politiker. Damit meinen sie jedoch eine Schuldenlast, die relativ zum Bruttoinlandsprodukt gewisse „Grenzwerte“ nicht oder zumindest nicht allzu deutlich übersteigt. Also muss das BIP durch eine moderate Inflation gesteigert werden, die das Bruttoinlandsprodukt auch dann steigen lässt, wenn wir gar nicht mehr produzieren, sondern unsere Waren und Dienstleistungen einfach nur zu Preisen anbieten, die um einige Prozent über jenen des Vorjahres liegen.
  • Bargeld birgt Gefahren! Den negativen Zinsen, welche die Europäische Zentralbank auf die Einlagen der Geschäftsbanken schon seit längerer Zeit erhebt, begegneten viele Institute mit dem Horten von Bargeld und auch viele Sparer tun dies. Bisher war das auch ganz sinnvoll, hatte die Finanzkrise doch deutlich gezeigt, dass, wenn es zur Krise kommt, alle Anlageformen dramatisch im Wert fallen und nur noch das Bargeld vor Wertverlusten schützte. Doch die aufkommende Inflation birgt für alle, die dieser Strategie weiterhin folgen, große Gefahren.
  • Börse nur bedingt sicher! Auch die Börse ist nur begrenzt zu empfehlen, denn auch für Aktien sind steigende Inflationsraten traditionell Gift, auch für dividendenstarke Aktien. Hinzu kommt, dass die Kurse momentan vergleichsweise hoch sind. Das Allzeithoch im DAX ist nicht allzu weit entfernt und getrieben wurden die Kurse über lange Zeit vor allem durch das zinslose Geld der Notenbanken. Sollte die EZB dieses durch die anziehenden Inflationsraten hierzulande oder die steigenden Zinssätze in den USA in diesem Jahr nicht mehr so reichhaltig zur Verfügung stellen wie noch in den Jahren 2015 und 2016, droht dem DAX ein Absturz.

Sie möchten mehr zum Thema erfahren? Dann lesen Sie den vollständigen Artikel von Dr. Bernd Heim vom 31. Januar 2017.

Ein Gastbeitrag von Jennifer Diabatè.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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