Lieber Leser,
in Rahmen unserer wöchentlichen Betrachtung der US-Bestände sowie der Produktion stellten wir fest, dass sowohl der Lagerbestand sowie die Produktion weiterhin anziehen. Die Bestände weisen derweil jedoch ein saisonales Muster auf und sollten noch nicht überbewertet werden.
Die Produktion in Form der Baker-Hughes-Zählung aktiver Plattformen hat in der vergangenen Woche erneut deutlich zugenommen. Im Vergleich zur vorletzten Woche wurden 17 zusätzliche Plattformen gezählt. Insgesamt wurden in den letzten vier Wochen 61 zusätzliche Plattformen errichtet. Zum Vergleich: Seit Beginn des Anstiegs im Mai 2016 nahmen 267 Plattformen den Betrieb wieder auf. In den letzten vier Wochen wurden also ca. 23 % des gesamten Anstieges verzeichnet. Die Dynamik nimmt folglich immer mehr zu.
Technischer Ausbruch im Brent-Preis
Nichtsdestotrotz hält sich der Ölpreis stabil. Die auf Tagesbasis ausgebildete SKS-Formation konnte bisher als Top nicht bestätigt werden. Der Kurs brach in der vergangenen Woche aus dieser Konsolidierungsphase nach oben aus. Unterstützend wirkt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit der schwächere US-Dollar aus sowie die anziehende Konjunktur in China. Auch die OPEC-Kürzungen dürften weiterhin die Hoffnungen auf ein geringeres Angebot im ersten Halbjahr 2017 schüren.
Das nach dem Ausbruch angepeilte Hoch im Brent-Preis befindet sich bei 57,70 US-Dollar je Fass. Sollte es überwunden werden, sind harte Widerstände in dem Preisbereich zwischen 58-61 eher weniger vorzufinden. Nach unten hin bleibt der Kurs bis 54 US-Dollar je Fass gut unterstützt.
Ein Gastbeitrag von Rami Jagerali.
Herzliche Grüße
Ihr Robert Sasse



