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ThyssenKrupp: Zu knausrig mit der Ausschüttung?

Liebe Leser,

auch bei ThyssenKrupp weicht das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr ab, weshalb bereits in wenigen Tagen (9. Februar) die Zahlen zum 1. Quartal des laufenden ThyssenKrupp-Geschäftsjahres anstehen. Diese beziehen sich dann auf den Zeitraum Oktober bis Dezember 2016. Ende Januar hatte der Konzern zudem zur Hauptversammlung geladen. Dort war nichts Weltbewegendes beschlossen worden. Aufgefallen war mir die relativ niedrige Zustimmungsquote (74,05% Zustimmung) zur Verwendung des Jahresgewinns.

Vielleicht war da einigen die Dividende von 0,15 Euro je Aktie zu mager ausgefallen! 15 Cents je Aktie, das summiert sich laut ThyssenKrupp auf rund 84,89 Mio. Euro. Angesichts der Tatsache, dass der Bilanzgewinn 1,427 Mrd. Euro betrug, hätte da durchaus eine höhere Ausschüttungsquote drin sein können. Aber die Aktionärsmehrheit in Bezug auf die Stimmrechte hat sich anders entschieden.

Harsche Kritik vom Dachverband Kritische Aktionäre

Wenig überraschend gab es bei ThyssenKrupp während der Hauptversammlung auch Gegenanträge zu den zur Abstimmung stehenden Punkten. Der Dachverband Kritische Aktionäre prangerte u.a. an, dass in Brasilien seit mehreren Jahren Fischer und Anwohner unter einem ThyssenKrupp-Stahlwerk leiden würden. Grundlegende Menschenrechte seien im Lieferantenkodex von ThyssenKrupp nicht enthalten. Zudem würde das Unternehmen Waffen in politisch instabile Länder exportieren. Was da dran ist, kann ich ohne nähere Recherche nicht beurteilen. Fakt ist, dass diese Gegenanträge des Dachverbandes Kritische Aktionäre von den ThyssenKrupp-Aktionären mit hohen Mehrheiten abgewiesen wurden.

Ein Gastbeitrag von Peter Niedermeyer.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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