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K+S: Droht nun der Ausverkauf?

Lieber Leser,

ungeachtet der schwachen Geschäftsentwicklung, dokumentiert durch enttäuschende Zahlen für das dritte Quartal 2016, befindet sich die Aktie von K+S seit Ende September auf dem Vormarsch. Bis zum 25. Januar verteuerte sich der Anteilsschein um mehr als 50 Prozent und erreichte im Tagesverlauf beim Stand von 24,90 Euro ein neues 52-Monats-Hoch. In den letzten Tagen ist der Kurs allerdings wieder unter die 23-Euro-Marke gefallen.

Schwache Zahlen

Dabei gaben die Zahlen zum dritten Quartal nicht gerade Anlass für eine solch imposante Erholungsrallye. Ganz im Gegenteil, der Umsatz sackte im Zeitraum Juli bis September um etwa 20 Prozent auf fast 690 Mio. Euro ab. Operativ landete der Kali- und Salzhersteller mit 31,4 Mio. Euro im Minus, nachdem im Jahr zuvor noch ein positives Ergebnis von 132 Mio. Euro zu Buche stand. Zu schaffen machte dem MDAX-Unternehmen der Preisverfall sowohl im Salz- als auch im Kali-Geschäft. Kosteneinsparungen konnten diese Effekte nicht aufwiegen.

Positive Signale

Mittlerweile haben sich die Kalipreise wieder stabilisiert und auch im Salzgeschäft hat sich die Lage aufgehellt. Aufgrund des vielerorts extrem kalten Winters sind die Salzvorräte der Kunden geschmolzen. Im Zuge dessen ging es auch mit der Nachfrage und den Preisen wieder nach oben. Mit Blick auf das Kali-Geschäft durfte sich das Unternehmen Ende Dezember endlich über die lang ersehnte langfristige Genehmigung zur Abwasserentsorgung am Hauptwerk Werra freuen. In diesem Jahr steht vor allem das neue „Legacy“-Projekt in Kanada im Fokus, wo im Laufe des zweiten Quartals die erste Tonne Kali produziert werden soll. Wenn die Produktion erst mal ihre volle Kapazität erreicht hat, sollte dies die Produktionskosten weiter nach unten drücken und die Margen erhöhen. Fraglich ist, ob all diese positiven Faktoren schon vorweggenommen wurden und damit bereits in der Aktie eingepreist sind.

Was sagen die Analysten?

Auf Analystenseite ist man sich da auch nicht so sicher, mehrheitlich wird aber zum Halten (9 Mal) und Verkaufen (8 Mal) der Aktie geraten. Dem gegenüber stehen 6 Kaufempfehlungen. Das durchschnittliche Kursziel lautet 20,43 Euro. Während die britische Investmentbank HSBC unlängst ihr Rating von „Reduce“ auf „Hold“ mit einem Kursziel von 20,00 Euro (vorher: 15,50 Euro) hochstufte, änderte die NordLB ihr Votum von „Kaufen“ auf „Halten“ und sieht den fairen Kurs weiterhin bei 23,00 Euro. Zuletzt bestätigte die Baader Bank ihr „Hold“-Votum mit einem Kursziel von 21,00 Euro.

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