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Nordex: So schlecht ist das nicht!

Lieber Leser,

mit der Übernahme des spanischen Windkraftunternehmens Acciona Windpower (AWP) hat sich Nordex auch auf internationalem Terrain eine stärkere Marktposition verschafft. Bei AWP liegt der Fokus auf Wachstumsmärkten in Schwellenländern wie Indien oder den Staaten Südamerikas. Durch eine stärkere regionale Diversifikation lässt sich das Risiko einer Auftragsschwäche in einzelnen Märkten minimieren. Diesbezüglich gibt es auch für den Heimatmarkt Deutschland ein paar Bedenken, da Aufträge ab diesem Jahr nur noch über öffentliche Ausschreibungen vergeben und zudem der Windkraftausbau in den attraktiven norddeutschen Gebieten zurückgefahren werden soll.

Starke Performance im Heimatmarkt

Im vergangenen Jahr war davon allerdings noch nichts zu spüren. Insgesamt errichtete das TecDAX-Unternehmen 267 Windturbinen auf deutschem Boden und damit gut eineinhalb Mal so viel wie im Jahr zuvor (176). Gleichzeitig wurde auch die Gesamtleistung der Anlagen gesteigert. So konnte der Marktanteil in Deutschland um 3 Prozentpunkte auf 15 Prozent ausgebaut werden. Schon hier zeigte sich die Bedeutung der schwächeren Windregionen im Süden Deutschlands, denn knapp 40 Prozent der Anlagen entfielen auf die Bundesländer Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern.

Wo geht die Reise hin?

Die Nordex-Aktie kommt indes weiterhin nicht in Schwung. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump ging es für das bereits zuvor schwächelnde Papier bis auf knapp 17 Euro in den Keller. Es folgte eine leichte Erholungsbewegung, die jedoch schon kurz darauf im Bereich von 20 Euro zum Stehen kam. Seither dümpelt die Aktie seitlich vor sich hin. Das Gros der Analysten betrachtet die derzeitige Kursschwäche als günstigen Einstiegszeitpunkt. In einer aktuellen Studie hat die Commerzbank ihr Kaufvotum mit einem Kursziel von 30 Euro bestätigt. Analyst Sebastian Growe hob dabei vor allem die Marktanteilsgewinne in Deutschland hervor.

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