Lieber Leser,
Autobauer haben gerade wenig Grund zur Freude: Die USA drohen mit Strafzöllen und gefährden so wichtige Absatzmärkte. Der Trend zu einem bewussteren Leben und der drohende Klimawandel trüben die Freude beim Autokauf. Der aktuelle Benzinpreis tut sein Übriges. Da streichelt der Optimismus von Daimlerchef Dieter Zetsche des Anlegers Seele. Dieser kündigte vor kurzem an, bei den Trucks zu sparen und den Fokus auf die Elektro-Mobilität zu setzen.
Zukunftvision gesucht!
Das letzte Jahr lief gut für die Schwaben. Sie konnten erneut ihren Absatz, den Umsatz und das Ergebnis steigern. Trotzdem schwächen sie die aufkeimende Euphorie ab: Es wird zu entscheiden sein, ob und wie sie ihre Produktion in die USA verlegen können, um Strafzöllen zu entkommen. Die Rentabilität des neuen mexikanischen Werks steht auf der Kippe. Außerdem bereitet die Lastwagen-Sparte Kopfschmerzen: Für das Jahr 2017 wird in dieser ein Gewinnrückgang erwartet. Um das Schlimmste zu verhindern, sollen die Kosten erneut gesenkt werden. Insgesamt werden in Europa und Brasilien weitere 400 Millionen Euro eingespart.
Der Hoffnungsträger ist und bleibt das Premiumsegment. Hier läuft es rund und bietet genügend Ansätze für das Wachstum in der Elektrosparte. Die Herausforderung wird sein, bei der Entwicklung führend zu sein.



