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Schwere Zeiten für Flugzeugbauer!

Liebe Leser,

die Hände vor dem Gesicht zusammengeschlagen haben in der letzten Woche sicher die Anleger der Aktien von Flugzeugbauern. Hier war in einem Bericht von Jens Gravenkötter zu lesen, dass das vergangene Jahr die größten Flugzeugbauer und -zulieferer vor große Herausforderungen gestellt hat und dass am Markt für zivile Luftfahrt ein aggressiver Preiskampf betrieben wird. Die wichtigsten Fakten waren folgende:

  • Bombardier leidet am meisten! Boeing, Airbus und Bombardier hatten schwer zu kämpfen und sind durchaus gezeichnet. Dabei hat es Bombardier am schwersten getroffen, denn die negative Eigenkapitalquote und der erdrückende Konkurrenzkampf haben bei dem kanadischen Flugzeugbauer massive Einsparungen ausgelöst. Auch der deutsche Spezialist für Flugzeugantriebe MTU verzeichnet einen Umsatzrückgang in der zivilen Luftfahrt, steht jedoch noch am besten da.
  • Profitabilitätswechsel! Interessant ist die Tatsache, dass Profitabilität und Erlöse in der Wartungs- und Rüstungssparte steigen, während der Umsatz in der zivilen Luftfahrt zurückgeht. Auch sind ganz klar Investitionen die Basis für zukünftigen Erfolg. Während also Boeing den Umsatz beinahe stabil hält, sind die Margen im Sturzflug weil sich die Forschungs- und Entwicklungsausgaben erhöht haben. So entwickelt Boeing die neue Serie 777X und baut weitere Testflugzeuge der Marke Dreamliner. In der zivilen Luftfahrt kann der europäische Konkurrent Airbus punkten, der zusammen mit dem französischen Hersteller Safran die europäische Elite in der Verteidigung, Luft- und Raumfahrt bildet.
  • Konsolidierungsopfer! Bei Bombardier werden die Kosten um jeden Preis minimiert und bis 2018 sollen mindestens 7.500 Stellen, auch deutsche Arbeitsplätze, abgebaut werden. Eine Finanzspritze der kanadischen Regierung hat dem führenden Bahntechnikanbieter bereits dabei geholfen, trotz negativer Eigenkapitalausstattung solvent zu bleiben.
  • Profiteur Rüstungsindustrie! Weil die Europäische Union ihre militärische Macht ausbaut, wird in erster Linie die Rüstungsindustrie profitieren. MTU verzeichnete bereits ein robustes Nachfragewachstum der Triebwerke EJ200, die für den Bau der Eurofighter benötigt werden. Zur selben Zeit wird bei Lockheed Martin die Umstrukturierung vorangetrieben und die IT-Sparte abgespalten.

Es bleibt spannend im Bereich der Luftfahrt und wir halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

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