Liebe Leser,
bei KSB ging es im letzten Jahr kontinuierlich bergab. Die erhoffte Belebung des Pumpenund Armaturenmarkts blieb aus. Die Kunden aus der Öl- und Gasindustrie sowie der Energiewirtschaft hielten sich mit Aufträgen zurück. Negative Wechselkurseffekte bremsten die Geschäftsentwicklung zusätzlich. Lediglich die Bergbaubetriebe holten verschobene Ersatzinvestitionen aufgrund stabiler Rohstoffpreise nach. Schon nach 9 Monaten waren Umsatz und Auftragseingang jeweils um 5,7% gesunken.
Mit Hilfe des Sparprogramms will KSB die Vorsteuermarge verbessern
Bei Aufträgen im Wert von 1,6 Mrd € lag die Book-to-Bill-Ratio aber über der wichtigen Marke von 1. Das Vorsteuerergebnis fiel ebenfalls deutlich geringer aus. Konkrete Zahlen nannte das Management jedoch nicht. Im 1. Halbjahr waren das Vorsteuerergebnis um 13,6% auf 24,7 Mio € und der Nettogewinn um 27,1% auf 9,4 Mio € zurückgegangen. Verantwortlich waren hohe Aufwendungen für das laufende, 120 Mio € teure Sparprogramm. Die Umsatz- und Gewinnprognose für 2016 wurde bestätigt.
Ein deutlicher Anstieg des Auftragseingangs wurde aber nicht mehr in Aussicht gestellt. Im Gegenteil: Angesichts fehlender und verzögerter Projektaufträge prognostizierte KSB einen leichten Auftragsrückgang. Mit Hilfe des Sparprogramms will KSB die Vorsteuermarge bis 2018 auf 6% und bis 2019 auf 8% verbessern. Die Ziele sind realistisch. Hinzu kommt: Bei einem weiteren Ölpreisanstieg wird die Investitionsbereitschaft der Öl- und Gasindustrie zurückkehren.



