Liebe Leser,
Für die ersten 9 Monate musste Vossloh einen Umsatzrückgang von 4,3% im weitergeführten Geschäft melden. Verantwortlich waren die schwache Nachfrage in den USA und negative Wechselkurseffekte. Wegen hoher Verluste im nicht-weitergeführten Geschäft und einer höheren Steuerquote brach der Gewinn um 27% ein. Die operative Marge stieg dagegen von 4,3 auf 5,2%. Geholfen haben ein margenstärkerer Produktmix und Sparerfolge. Die Auftragslage hat sich ebenfalls deutlich verbessert.
Bis Ende 2017 will sich Vossloh von der Lokomotiven-Produktion trennen
Der Auftragseingang stieg um 14,5% auf 830,3 Mio € und der Auftragsbestand um 19,9% auf 748,8 Mio €. Im Rahmen der Konzentration auf das Geschäft mit Weichen, Schienenbefestigung und -wartung hat Vossloh die Sparte Elektrische Systeme für Schienen- und Straßenfahrzeuge für 72,5 Mio € verkauft. Käufer ist die Knorr-Bremse AG, deren Haupteigentümer der Vossloh-Großaktionär Hermann Thiele ist. Bis Ende 2017 will sich Vossloh auch von der Lokomotiven-Produktion in Lübeck trennen.
Die Jahresziele wurden neu formuliert: ein Umsatz von 930 bis 970 Mio € sowie eine operative Marge von 4,5 bis 5%. Im laufenden Jahr sollen es 5,8 bis 6% werden. Ob für 2016 eine Dividende gezahlt wird, ließ das Management offen. Wichtiger seien derzeit Investitionen in Wachstum. Schon im Dezember hat sich der Konzern durch den Kauf eines führenden US-Herstellers von Beton-Streckenschwellen gestärkt. Für 88 Mio $ Umsatz zahlt Vossloh 117 Mio $.



