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Germany First: Das ist das Anti-Trump-Aktiendepot der FAZ! (Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG Immobilien, TAG Immobilien, alstria office REIT, Uniper, Deutsche EuroShop, ProSiebenSat.1, Fielmann, CTS Eventim)

Liebe Leser,

manchmal bietet das Börsengeschehen auch erheiternde Geschichten – zum Glück. So präsentierten die Kollegen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Montag das Rundum-Sorglospaket für Aktionäre in politischen Krisenzeiten. Motto: „Deutschland zuerst“.

Vorwiegend Immobilienkonzerne

Die FAZ hatte sich dazu diejenigen Unternehmen aus den deutschen Indizes herausgepickt, die ihr Geld im Wesentlichen in Deutschland verdienen. Sollte also Trump die Zollmauern hochziehen, dürften sie am wenigsten von den Sanktionen betroffen sein, so die Logik dahinter. Eine charmante Idee, über die es sich nachzudenken lohnt.

Auf der Liste landen wenig überraschend vorwiegend Immobilienkonzerne wie Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG Immobilien, TAG Immobilien und alstria office REIT. Die übrigen Titel sind etwas bunter gemischt: Uniper, Deutsche EuroShop, ProSiebenSat.1, Fielmann und CTS Eventim. Die Idee hat allerdings einen Makel.

Sollte die deutsche Exportwirtschaft von Trumps Bann getroffen werden, ist es naheliegend, dass dies hierzulande zu sinkenden Reallöhnen und Entlassungen führen wird. Ob dann Immobilien immer noch an Wert hinzugewinnen, möchte ich bezweifeln. Allerdings könnten Fielmann (günstig zieht in der Wirtschaftskrise immer) und Prosieben.Sat1 (mehr Freizeit!) tatsächlich Profiteure sein.

Wertzuwachs bereits vorhanden

Die Kollegen von der FAZ haben dann noch untersucht, ob die Kurse besagter Unternehmen nach Trumps Wahl angezogen haben. Und in der Tat: Die Zugewinne liegen zwischen +0,7 % (Deutsche EuroShop) und +14,0 % (CTS Eventim). Lediglich die Aktien von Uniper (-0,5 %) und alstria office (-4,5 %) haben sich der Trump-Hausse verweigert.

Allerdings muss ich zwei Dinge relativierend anführen. Alle wichtigen deutschen Indizes haben nach Trumps Wahl ins Plus gedreht, getrieben vom großen Bruder Dow Jones in den USA. Und speziell die Aktien der Immobilienkonzerne wurden Ende vergangenen Jahres auf einem Niveau gehandelt, das teilweise deutlich unter Wert lag. Die meisten Geschäftsberichte dieser Unternehmen sind nämlich glänzend ausgefallen. Kurzum: In zwei Jahren unterhalten wir uns nochmals über das Thema und schauen nach, wie sich die Werte dann entwickelt haben – versprochen.

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