Lieber Leser,
ja Mensch, große Überraschung bei RWE nach Bekanntwerden der Zahlen für das Jahr 2016. Unter dem Strich macht der Energiekonzern einen Verlust von sagenhaften 5,7 Milliarden Euro. Besonders diverse Abschreibungen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro auf Atomanlagen in Großbritannien, den Niederlanden und in der Türkei drückten das Ergebnis tief ins Minus.
Die Anleger nahmen es jedoch gelassen. Und das trotz ausgefallener Dividende für 2016 und mit dem Wissen, dass die Ausschüttung wohl auch 2017 kaum der Rede wert sein wird. Die Aktie verliert am 22. Februar mit Minus 0,7 Prozent nur leicht, verzeichnet aber den höchsten Tagesumsatz in diesem Jahr auf Xetra-Basis. Und charttechnisch sieht es besser aus, als man es vermuten würde.

Denn schon seit Ende 2016 befindet sich RWE in einem leicht Aufwärtstrend. Nach dem Rumgeeiere an der grünen mittelfristigen Trendlinie wurde diese schließlich ab einem erneutem Test Anfang Februar als Sprungbrett genutzt. Mit dem Tief am 22. Februar etwas über 13 EUR wurde eine wichtige Unterstützungslinie zementiert, die nun für weiteren Schwung sorgen könnte.
Die nächsten Ziele daraus lassen sich mit ca. 14,50 EUR, dort verläuft der Abwärtstrend seit Sommer 2016, ableiten. Wird diese nächste charttechnische Hürde dann auch aus dem Weg geräumt, könnte RWE im Laufe des Jahres schon bei ca. 18/19 EUR notieren.



