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Wirecard: Beginnt jetzt das Massaker?

Lieber Leser,

wir haben kürzlich über die Vorwürfe seitens des „manager-magazins“ zu undurchsichtigen Bilanzierungs-Praktiken von Wirecard berichtet. Kurz zusammen gefasst geht es um Forderungen, die keine Rückschlüsse zu den Schuldnern zulassen. Damit würde Wirecard erneut das Vertrauen der Anleger auf die Probe stellen, denn laut dem Unternehmen besitzen alle Forderungen einen durchlaufenden Charakter. Wirecard selbst beteuert, dass diese Ungereimtheiten in den Bilanzen längst marktbekannt gewesen sind. Der Bericht legt jedoch nahe, dass das nur für einen geringeren Anteil der aktuell festgestellten Forderungen gilt.

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Es ist nicht klar, wie Anleger nun reagieren werden. Einerseits ist das Vertrauen bereits durch die Vorwürfe der letzten Jahre zu den undurchsichtigen Bilanzierungspraktiken und durch mehrere Short-Attacken deutlich angekratzt. Andererseits könnte aber auch genau dieser Umstand dazu beitragen, dass das aktuelle Thema für Anleger tatsächlich kaum neu ist. Der Abverkauf würde sich im letzteren Fall wohl in Grenzen halten. Ausgehen sollte man davon aber nicht. Womöglich wird sich der Kurs erst dann einigermaßen stabilisieren, sofern Wirecard selbst ein plausibles Statement abgibt. Während der Short-Attacke vor einem Jahr hat das Unternehmen jedenfalls zeitnah reagiert und eine ausführliche Gegendarstellung veröffentlicht.

Markttechnisch noch gut unterstützt

Markttechnisch bleibt die Aktie bisher gut unterstützt. Zum einen durch den 100-Wochendurchschnitt, der im Preisbereich bei 40,00 Euro je Aktie verläuft als auch durch die obere Begrenzung, der zuvor überschrittenen bullischen Flagge. Diese verläuft aktuell im selben Preisbereich wie der 100-Wochendurchnschnitt. Sollte dieser Preisbereich unterschritten werden, dann kommt erneut der 200-Wochendurchschnitt auf die Agenda.

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