Lieber Leser,
die Deutsche Bank hat trotz des erneuten Milliardenverlustes im vergangenen Jahr einen neuen Großaktionär gewinnen können. Hierbei handelt es sich um das chinesische Finanzkonglomerat HNA, das zunächst 3 Prozent der im Umlauf befindlichen Anteilsscheine übernimmt.
Damit avanciert HNA schlagartig zum drittgrößten Investor beim deutschen Branchenprimus. Lediglich die katarische Herrscherfamilie mit 10 Prozent und der Hedgefonds Blackrock mit 6 Prozent nennen noch größere Anteile ihr Eigen. Ein HNA-Sprecher erklärte zudem, dass das Engagement in Zukunft weiter ausgebaut werden könnte, nur wolle man definitiv unter 10 Prozent bleiben. Aber auch so kann der Einstieg der Chinesen als großer Vertrauensbeweis für die Deutsche Bank gewertet werden.
Wie geht es für die Aktie weiter?
Die Aktie gönnt sich nach ihrer rund 4-monatigen Kursrallye mit Kurszuwächsen von mehr als 80 Prozent seit Ende Januar eine Verschnaufpause. In den letzten Wochen hat der Finanztitel eine Seitwärtsbewegung im Bereich von 18,50 Euro eingeschlagen. Es stellt sich die Frage, ob die Aktie im Sog eines starken Marktumfeldes (der DAX konnte unlängst mit der 12.000-Punkte-Marke ein neues 12-Monats-Hoch erklimmen), wieder Schwung aufnehmen kann.
Das Gros der Analysten ist in dieser Hinsicht eher pessimistisch gestimmt. 3 Kaufempfehlungen stehen 9 Verkaufsempfehlungen gegenüber, 11 Mal wird für Halten votiert. Der faire Kurs liegt im Schnitt bei 16,68 Euro, sprich rund 10 Prozent unterhalb des aktuellen Kursniveaus. Bei den Vertretern der Käuferseite ragt die Investmentbank Equinet mit einem Kursziel von 22,00 Euro heraus, das Bärenlager wird von der Berenberg Bank mit einem Kursziel von 9,00 Euro angeführt.



